Der Baum aus der Verkündung von Leonardo: Ein ungelöstes Rätsel - Curioctopus.de
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Der Baum aus der Verkündung von Leonardo:…
Die Frau auf dem Markt verkaufen: diese absurde Praxis verbreitet sich Wieviele Tiere rettet ein Vegetarier jedes Jahr?

Der Baum aus der Verkündung von Leonardo: Ein ungelöstes Rätsel

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Leonardo da Vinci hat auf zahlreichen Gebieten Revolutionen hervor gebracht: Von der Wissenschaft über die Malerei zur Medizin und Ingenieurskunst. Seine Meisterwerke umspannen mehrere kulturelle Gebiete, nie nur eines. Beispielsweise ist das auch der Fall in seinem Gemälde "Die Verkündung", in die Leonardo wichtige botanische und landwirtschaftliche Details integriert.

Dieses Gemälde ist eines der frühen Meisterwerke die der Künstler aus Auftrag ausführte als er noch ein junger Mann war. Es wurde zwischen 1472 und 1475 fertig gestellt und einige Kritiker haben Fehler darin gefunden. 

Viele sehen Ungenauigkeiten in der Perspektive der Mauer hinter Maria, ebenso wie die unnatürliche Drehung ihres Armes. Der kleine Marmortisch ist außerdem zu weit von den Darstellerinnen getrennt.

Es scheint allerdings sehr unwarscheinlich dass sich Leonardo zu solch offensichtlichen Fehlern hat hinreissen lassen. Vielmehr lässt es vermuten dass er das Bild so geschaffen hat, dass es nicht frontal, sondern von rechts betrachtet wird und womöglich ein wenig aus der Höhe.

Auf diese magische Weise erscheint alles wieder wie nach den Regeln der Perspektivlehre. Alle Linien erscheinen den Augen natürlich und gefällig.

Abgesehen von diesen Ungenauigkeiten gibt es jedoch noch ein anderes Rätsel, das deutlich schwerer zu erklären ist...

Es betrifft den Baum im Hintergrund- eine Konifere. Diese Pflanze wurde erst 1822 aus Südamerika nach Italien eingeführt...

image: stilearte.it

Es ist schwer zu glauben dass Leonardo ein Fantasie-Element in eines seiner Bilder einfügen wollte. Er war ein strenger Transkribist empirischer Beobachtung. Seine Werke ermöglichen detaillierte Rekonstruktionen aufgrund der Verlässlichkeit der von ihm gezeichneten Objekte.

Die Präsenz dieses Baumes hat viele Diskussionen unter den Experten ausgelöst: Wie ist es möglich dass Leonardo diese Pflanze mit eigenen Augen gesehen hat wenn er das Gemälde doch vier Jahrhunderte vor der Einfuhr dieses Baums gemalt hat?

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Die Ähnlichkeit mit der Araucaria Araucana ist bemerkenswert. Für die Ureinwohner der Kordilleren der Anden ist es die chilenische Pinie.

image: cepolina.com

Es ist eine Pflanze, die sich an verschiedene Klimata anpassen kann: Vom Ursprungsgebiet Chile und Argentiniern bis hin zum kalten Norwegen.

Die Blätter sind hart und widerständig, haben drei Kanten und sind spitz. Sich können bis zu 15 Jahre lang am Baum bleiben.

Leonardo malt diesen Baum in einiger Distanz zu den anderen, die einen dunklen Wald bilden. So unterstreicht er seine Besonderheit.

Wir nehmen an dass dieser Baum zu Leonardos Zeiten schon bekannt war: Die Botanik hat den chilenischen Ursprung dieses Baumes bestätigt, wie also kann die Präsenz des Baumes im Bild mit dem Zeitpunkt der Entdeckung Amerikas zusammen gebracht werden? Das Rätsel wird warscheinlich ungelöst bleiben.

Das Vermächtnis das und Leonardo hinterlassen hat birgt einige ungelöste Mysterien. Manche waren sogar in der Lage die gesamte bisher bekannte Weltgeschichte in Frage zu stellen. Dieser Baum ist ein weiterer Grund, weshalb Leonardo ganz ohne Zweifel ein wahres Genie war. 

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