Kastraten für die hellen Stimmen: Die makabere Praxis, die über 200 Jahre lang durchgeführt wurde - Curioctopus.de
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Kastraten für die hellen Stimmen: Die…
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Kastraten für die hellen Stimmen: Die makabere Praxis, die über 200 Jahre lang durchgeführt wurde

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Wir kennen alle die Chöre der sogenannten weißen Stimmen in der liturgischen Musik, die für die Melodien von Kirchenmusik zuständig waren. Vor allem im 17. Jahrhundert verbreitete sich in Europa und vor allem in Italien die Angewohnheit, Erwachsenenchöre für diese Melodien zu verwenden...Kastraten. Durch das Kastrieren konnte man den Stimmbruch vermeiden und das Talent einer Person für eine längere Zeit erhalten. Wir erklären euch heute wie sich diese Praxis entwickelte und bis wann sie Anwendung fand.

Schon seit dem Jahre 400 (dem byzantinischen Imperium) gab es Eunuchen-Sänger in der Musikgeschichte. In Europa verbreitete sich die Praxis um 1500 und 1589 hat Papst Sixtus V. ein Dekret erlassen das die Nutzung solcher Sänger im Chor von Sankt Peter erlaubte.

Die Verbreitung dieser Praxis, außer dass sie sehr nützlich im religiösen Bereich war, der die Präsenz von Frauen verbot, war von großem Erfolg da sie sich zusammen mit der lyrischen Oper entwickelte.

Man sollte jedoch nicht vergessen dass die hygienischen Bedingungen dieser Zeit keine Operationen unter sicheren Standards erlaubten. Im Gegenteil: Das Risiko gefährlicher Infektionen war sehr hoch. Außerdem hatten nicht alle jungen Männer die diesem Eingriff unterzogen wurden später Erfolg mit ihrer Stimme. Die die keine Karriere im Musikgeschäft erhielten riskierten, sehr demütigende Arbeiten ausführen zu müssen.

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Die Kastration wurde vor der sexuellen Entwicklung durchgeführt um den Stimmbruch zu verhindern und die hohe Stimme zu erhalten.

Im 18. Jahrhundert, dem Jahrhundert in dem das Interesse an dieser Art des Gesangs am größten war, schätzt man dass ca. 4000 Jungen jedes Jahr dieser Praxis unterzogen wurden.

Das definitive Verbot kann einem Dokument das von Papst Pius X. um 1903 veröffentlicht wurde und in dem er klarstellte dass "wenn ein Stück helle Stimmen der Soprane oder Alte vorsieht, diese durch Knaben darzustellen seien, so wie es in der Kirche ursprünglich der Fall gewesen war". Der letzte Sänger der für die Kirche im Chor der sixtinischen Kapelle arbeitete war Alessandro Moreschi (foto). 

Tags: KuriosGesang
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