Nach 340 Tagen im Weltall gleicht der Astronaut seinem Zwilling nicht mehr: Es hat sich was geändert - Curioctopus.de
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Nach 340 Tagen im Weltall gleicht der Astronaut seinem Zwilling nicht mehr: Es hat sich was geändert

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1905 war Einstein der erste, der annahm dass ein Aufenthalt im Weltraum einen Einfluss auf die menschliche Biologie haben kann. Er hat das sogenannte "Zwillingsparadox" aufgebracht, das hitzige Debatten unter den Gelehrten hervor rief. Mehr als ein Jahrhundert später haben wir konkrete Daten, die auf diese Frage antworten können. Verändert eine Reise ins Weltall unsere Biologie?

Das Zwillingsparadox wurde wörtlich genommen. Es wurde ein Mann mit einem eineiigen Zwilling ins Weltall geschossen. Der Zwillingsbruder blieb auf der Erde. Es handelt sich um die Astronauten-Brüder Mark und Scott Kelly. Bis zur Abreise von Scott waren sie identische Zwillinge...

Nach einem Jahr im Weltall hat Scott Veränderungen im genetischen Material gezeigt.

Die beiden Astronauten haben an dem Projekt Twins Study der NASA teilgenommen. Dieses Projekt hatte als Ziel, die Effekte eines Aufenthalts im Weltall auf die menschliche Biologie zu erforschen. Man brauchte einen Standard um die Unterschiede sichtbar zu machen. Die Lösung waren die Zwillinge, deren genetisches Material offensichtlich identisch ist. 

Scott hat exakt 340 Tage in der internationalen Raumstation verbracht. Gleich nach seiner Rückkehr kam es zum Vergleich.

Schon die ersten Resultate zeigten interessante Veränderungen. Es handelt sich um Unterschiede einiger biologischer Prozesse wie beispielsweise der Methylisierung der DNA, einem Mechanismus des Körpers um den Umweltstress zu bekämpfen. Ebenso die Länge der Telomere, eine wichtige Struktur in den Chromosomen. 

Die Wissenschaftler die sich um die Analyse der Resultate gekümmert haben glauben dass all diese Veränderungen auf Scotts Zeit im Weltall zurück zu führen sind. Die Hypothese kommt von den Tatsache dass schon nach wenigen Wochen nach der Rückkehr alle Werte wieder normal waren. 

Die ganze Studie wurde in der wissenschaftlichen Zeitschrift Nature veröffentlicht. Außerdem wurde sie auf der Konferenz NASA Human Research Program am 26. Januar 2017 besprochen. 

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Die Twins Study ist sehr wichtig um die Machbarkeit zukünftiger Raumfahrtsprojekte einzuschätzen, die eine lange Verweildauer des Menschen im Weltall vorsieht, so wie beispielsweise die Marsexpeditionen.

image: pixabay.com

 Obwohl der Mensch schon seit Jahrzehnten das Weltall bereist ist bisher noch nicht klar, was die Abwesenheit der Gravitation und die besondere Ernährung im Menschen auslöst. 

Auf diese Weise werden wir verstehen, ob es zukünftig möglich sein wird, zum Mars zu reisen. Dies bedeutet minimum 18 Monate im Weltall. 

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