Die wahre Geschichte hinter dem Film "Die Schöne und das Biest" hatte kein Happy End

von Barbara

26 März 2017

Die wahre Geschichte hinter dem Film "Die Schöne und das Biest" hatte kein Happy End
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Die meisten von euch, vielleicht alle, kennen die Geschichte von der Schönen und dem Biest. Die Geschichte ist erneut auf der großen Leinwand dank einer Disney- Produktion. Aber was die meisten von euch warscheinlich nicht wissen ist, dass diese Geschichte nicht etwa pure Fantasie ist, sondern Realität. Sie basiert auf realen Fakten die beweisen, dass wahre Schönheit nichts oberflächliches ist sondern das, was in uns steckt.

Das ist die Geschichte von Pedro Gonzales, der auf Teneriffa, Spanien um 1537 geboren wurde. Sein Körper war von einer Schicht Haaren überzogen und er sah nicht aus wie ein normaler Junge. Alle nannten ihn "wildman", eine mythologische mittelalterliche Kreatur die halb Mensch halb Tier war und sich nachts komplett verwandelte um Kinder zu fressen. 

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Die Geschichte von Pedro begann in der Nacht in der Enrico II als König von Frankreich gekrönt wurde, Mitte des XVI Jahrhunderts. Pedro wurde an den Hof des Königs bestellt und dort in den Kellern eingeschlossen um erforscht zu werden.

Während seines dortigen Aufenthalte studierten ihn Doktoren und Akademiker und stellten fest dass er kein wildman war, sondern nur ein zehnjähriger Junge, der von einer Krankheit betroffen war, die man heite Hypertrichose oder Wolfskrankheit nennt. Im XVI Jahrhundert wurden 50 Fälle dieser Krankheit dokumentiert und Pedro war der erste.

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Pedro ist der erste dokumentierte Fall von Hypertrichose

Pedro ist der erste dokumentierte Fall von Hypertrichose

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Der König war von der Einzigartigkeit Pedros fasziniert und entschied, ihn zu seinem Pflegekind zu machen. Er änderte seinen Namen in Petrus Gonsalvus um und erzog ihn zum Leben am Hof. Enrico II merkte schnell dass der Junge ein sehr guter Schüler war. Er lernte sehr schnell 3 Sprachen. So verschaffte sich Petrus Zugang zum Hof und das Experiment des Königs war erfolgreich verlaufen.

Aber 1559 starb Enrico II, was im Herzen seiner Frau Caterina de Medici eine große Wunde hinterließ. Diese Frau entschied, dass Petrus heiraten sollten, denn sie wollte sehen ob er andere kleine wildman zeugen würde, an denen sie sich erheitern könne. Sie wählte die schöne Tochter eines Untertanen, die auch Caterina hieß und arrangierte die Hochzeit. Die beiden haben sich bis zur Hochzeitsnacht nie gesehen. 

Entgegen aller Vorhersagen lebten Pedro und Caterina ihr restliches Leben lang zusammen

Entgegen aller Vorhersagen lebten Pedro und Caterina ihr restliches Leben lang zusammen

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Eigentlich wollte die Königin sehen ob sich Petrus während des Liebesakts in eine Bestie verwandeln würde und ob die "Schöne" überleben würde. Nichts von alledem geschah und entgegen aller Vorhersagen entdeckten die beiden ihre Liebe füreinander und lebten ein glückliches gemeinsames Leben mit vielen gemeinsamen Kindern. Die beiden ersten Kinder erbten nicht den väterlichen Namen auf den Wunsch der Königin.

Petrus und Caterina verbrachten ihr restliches gemeinsames Leben miteinander in Frieden und Freude. Auch wenn dieser schöne Zustand nur innerhalb der Familie möglich war. Er war ein liebevoller Vater und Ehemann. Petrus wurde aber von der Gesellschaft nie als menschliches Wesen anerkannt. Auch die reinste Liebe muss sich sozialen Vorurteilen stellen. 

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