Noch vor dem Holocaust: Das war der ERSTE Genozid der von den deutschen verübt wurde - Curioctopus.de
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Noch vor dem Holocaust: Das war der…
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Noch vor dem Holocaust: Das war der ERSTE Genozid der von den deutschen verübt wurde

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Jahre vor dem Holocaust an den Juden durch die Nazis haben sich die deutschen schon einmal die Finger in Zentralafrika schmutzig gemacht. Sie haben dort den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts verübt. Von dem was in Namibia geschah spricht die Geschichte jedoch nicht. Nur wenige wissen um die Brutalität mit der zwei große autonome Stämme geschändet und ausgelöscht wurden. Es war im Herzen des Kontinents wo die deutschen die ersten Konzentrationslager errichteten und wo die ersten Rassenstudien stattfanden, die später durch Hitler während seiner Diktatur wieder aufgegriffen wurden. 

Im Verlauf weniger Jahrzehnte wurde Afrika von einem unbekannten Kontinent zu einem Kontinent, der vollständig von europäischen Nationen dominiert wurde.

Die Deutschen schlossen sich dem europäischen Zug nach Afrika an um neue Territorien zu erobern, Grenzen zu erweitern und wertvolle Schätze für sich zu gewinnen.

Deutschland konnte sich ein weites Gebiet an der südöstlichen Küste sichern zwischen dem Angola der Portugiesen und dem Südafrika der Engländer. Namibia war zu der Zeit ein Gebiet, das von zahlreichen rivalisierenden Stämmen besiedelt war. Die mächtigsten unter ihnen waren die Herero und die Nama. 

Die deutschen versuchten, sich in dem Gebiet zu behaupten aber die Stämme schafften es sich der weißen Vorherrschaft zu widersetzen.

Im Gegensatz zu all den anderen europäischen Nationen die in Afrika die dortige Bevölkerung ohne Probleme unterdrücken und versklaven konnte, mussten die Deutschen Kompromisse mit den Stammeshäuptlingen eingehen. Häufig waren die Verträge auch zum Nachteil Deutschlands, das dazu gezwungen wurde sich auch kleine Gebiete in der Wüste zu verlegen. 

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Das war für die Weißen natürlich eine ungemütliche und wenig rühmliche Situation: Die Beziehungen untereinander wurden immer angespannter und beide Lager bereiteten sich auf einen Krieg vor.

Die Administration der Kolonie ging von Ernst Heinrich Göring (im Foto), dem Vater von Hermann Göring, dem Politiker ersten Ranges unter der Naziherrschaft, an den deutschen General Lothar von Trotha über. Seine Intention wurde in seinen Worten klar zusammen gefasst: "Ich werde dienrebellischen Stämme mit Strömen aus Blut und Geld hinweg fegen. Nur wenn diese Säuberung vollführt ist, kann etwas neues entstehen."

Als der Krieg ausbrach war er brutal. Die deutschen begannen, das fruchtbarste Land zu besetzen, brachten die Landbesitzer um und alle, die versuchten in den Besitz des Landes zu kommen. Die Frauen wurden vergewaltigt, die Männer zur Arbeit auf den Feldern oder Haushalten versklavt.

Trotz eines ersten Widerstands durch die Herero-Stämme, schafften es die Deutschen unter Trothe bald, den Feind in der Schlacht von Waterberg am 11. August 1904 auszulöschen. 

Die deutsche Taktik im Kampf gegen die Herero war strategischer Art.

Von Trotha blokkierte die feindlichen Stämme von drei Seiten und ließ nur einen Ausweg: Der führte in die glühend heiße Wüste. Zehntausende von Herero versuchten den Schlägen durch die Weißen zu entfliehen und zogen sich in die Dünen zurück. Dort fanden sie wie vorhergesehen den Tod durch die Hitze, den Hunger und den Durst.

Die deutschen Truppen bildeten eine menschliche Mauer die jeden Herero zerschlug, der versuchte aus der Wüste zurück zu kommen um nach Wasser zu suchen. 

Es folgte der Genozid an den Herero: Zehntausende starben an Hunger und Durst in der Wüste.

Auf der anderen Seite starben während der gesamten Kämpfe nur um die zwanzig deutsche Soldaten.

Beflügelt von diesem Sieg sprach von Trotha zu seinem Volk: "Alle Herero müssen dieses Land verlassen. Wenn sie sich weigern werden wir sie mit starken Waffen überzeugen. Jeder Herero, egal ob bewaffnet oder nicht, der sich innerhalb der deutschen Grenzen befindet, wird umgebracht. Es wird keine Gefangenen geben, nur Opfer. Das ist meine Entscheidung über das Schicksal der Herero."

Sofort nach dieser Erklärung durch den General brach die deutsche Gewalt gegen die Herero aus: Morde und wiederholte Vergewaltigung waren an der Tagesordnung.

In diesen Jahren wurden unzählige Kinder geboren, die durch Vergewaltigungen entstanden waren. 

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Die Bevölkerung der Herero wurde dazu genutzt, um die Überlegenheit der arischen Rasse zu demonstrieren.

Es wurden zahlreiche Studien veröfentlicht nach denen es erwiesen sei, dass Kinder die aus einer Vergewaltigung hervorgegangen waren besser waren als reine Herero, aber immernoch schlechter als ein reiner Arier. Die gleichen Studien wurden von Hitler während seiner Zeit im Gefängnis zwischem 1923 und 1925 heran gezogen. Auf die Literatur dieser Studien folgte die Entstehung seines Buches Mein Kampf (herausgegeben um 1925).

Die Zahlen des Genozids sind schreckich: Von 100.000 vor der deutschen Kolonialisierung überlebten bis 1907 nur etwa 15.000.

Viele moderne Wissenschaftler betrachten dies als den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts: Trotzdem gab es nie eine offizielle Anerkennung durch irgendein Land, auch nicht durch das Benachbarte Südafrika und schon garnicht durch Deutschland.

Das Volk der Herero ist heute ein Volk ohne Vergangenheit, ohne Gerechtigkeit für die tausenden von Ermordeten, die für ihr Land und ihre Freiheit gefallen sind. 

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