Die Gräfin von Castiglione: Die mysteriöse Frau die sich mehr als 400 Mal fotografieren ließ - Curioctopus.de
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Die Gräfin von Castiglione: Die mysteriöse…
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Die Gräfin von Castiglione: Die mysteriöse Frau die sich mehr als 400 Mal fotografieren ließ

Von Barbara
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Die Geschichte ist reich an faszinierenden Menschen, die eine mehr oder weniger wichtige Rolle im Laufe der Geschichte gespielt haben. Wenige von euch kennen das Leben der Gräfin von Castiglione, getaufte Virginia Oldoini. Eine mysteriöse Frau, bekannt dafür dass die einmal die Geliebte von Napoleon dem III war und die Cousine von Camillo Cavour. Weniger bekannt ist, dass sie eine Pionierin auf dem Gebiet der Fotografie war, nicht als Fotografin sondern als Modell. Ihre Leidenschaft für die Linse wurde zu einer regelrechten Obsession. Sie ist die meist- fotografierte Frau der damaligen Zeit: Ca. 400 Bilder wurden von ihr geschossen. Eine unglaubliche Zahl, was Kosten und Arbeit angeht. 

Virginia Oldoini war erst 17 Jahre alt, als sie in die noblen Kreise eintrat indem sie den Grafen von Castiglione, Francesco Verasis heiratete.

image: Wikimedia

Ihre Beziehung war nicht sehr liebevoll. Sie nannte ihn häufig den "armen Bock".

Trotzdem nutzte die Frau die Vorteile die ihr daraus erwuchsen, dass sie einen Nobelmann geheiratet hatte: Kleider, Schuck und Künstler, die sie fotografieren konnten. 

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Man weiß viel über den Charakter dieser Frau: Menschenscheu, wortkarg, insbesondere mit anderen Frauen, selbstgefällig und narzistisch.

Die zahlreichen Fotos haben eines gemeinsam: Sie zeigen keine Fröhlichkeit, kein Lächeln. Sie enthüllen eine instabile Seele der Gräfin. Über die Fotos wollte sie ihre Schönheit festhalten von der sie selbst überzeugter war als andere. Aber sie tat es auf ihre eigene Weise. Sie wählte ungewöhnliche Posen die ihren Körper oft nicht zeigten, dunkle Szenen die sie selbst entwarf und übertrieben lächerliche Kleider. 

1856 kam sie nach Paris, angetrieben durch ihren Cousin Camillo Cavour, um den König von Frankreich, Napoleon den III. zu erobern und eine mögliche Einigung mit dem Piemont zu befeuern.

Virginia tat wie ihr geheißen und es gelang ihr, den Plan ihres Cousins umzusetzen. Die Nähe zum König öffnete ihr die Türen zu den berühmtesten Fotostudios in Paris.

Viele Fotos wurden von den Fotografen Mayer und Pierson geschossen, die von der Pariser Noblesse geschätzt wurden. 

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Die Aufnahmen die sie machen ließ kosteten eine Menge Geld und machten zur damaligen Zeit unglaublich viel Arbeit. Dank ihrer Faszination und Selbstbezogenheit schaffte sie es, sich fast jeden Tag fotografieren zu lassen.

In Paris kultivierte sie ihren eigenen Schönheitskult den sie um jeden Preis zur Perfektion treiben wollte: Ihr Verhalten kann als ein Vorgänger der heutigen Selfie-Manie gedeutet werden.

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Die Fotos sind schwer zu lesen, genauso wie ihre Persönlichkeit.

Es handelt sich nicht um einfache Aufnahmen in den schönsten Räumen des Palastes oder mit den besten Kleidern die sie besaß.

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Viele Aufnahmen sind ungewöhnlich. Heute wie damals. Man kennt ihre wahre Bedeutung nicht. Ein obskures Projekt.

Sie war nicht sehr beliebt. Ihre Habgier, Barschheit und ihr Zynismus waren wohlbekannt.

All das schien sie nicht zu kümmern. In ihrem Herzen wollte sie einfach nur "die schönste Frau der Welt" bleiben, als die sie sich selbst gekürt hatte. 

Völlig eingenommen von ihrem Schönheitswahn kümmerte sie sich nur noch um ihren Körper

Es ist klar dass es ihre Existenz bedroht hat, als ihr Körper langsam älter wurde

Man sagt, dass sie von ihren Bildern nicht mehr begeistert war. Sie ließ alle Spiegel aus den Zimmern entfernen und umgab sich nur noch mit den Fotos, die sie als junge Frau zeigten.

Kurz bevor sie starb versuchte sie, eine Ausstellung mit ihren Bildern zu veranstalten, die sie "die schönste Frau des Jahrhunderts" genannt hätte. 

Sie starb 1899 und wurde auf dem größten Pariser Friedhof, Père- Lachaise begraben. 

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