Der letzte Honigjäger: Dieser Mann sammelt halluzinogenen Honig von Riesenbienen - Curioctopus.de
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Der letzte Honigjäger: Dieser Mann…
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Der letzte Honigjäger: Dieser Mann sammelt halluzinogenen Honig von Riesenbienen

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Einige berühmte westliche Männer sind nach Nepal gegangen um eine extrem gefährliche Aktivität zu dokumentieren, die zur Tradition des Stammes der Kulung gehört: Das Sammeln des halluzinogenen Honigs. Sie sind tausende von Kilometern gereist, um eine Geschichte zu erzählen, die es so bald nicht mehr geben wird. Die Honigsammlung zu der man an schwachen Seilen 100 Meter in die Höhe steigen muss, wird im Moment von einer einzigen Person ausgeführt, Mauli Dhan Rai. Ihm ist der Titel der Dokumentation "Der letzte Honigjäger" gewidmet. 

Für die Kulung ist der Honig, der von den Riesenbienen produziert wird, heilig. Er wird als medizinisches Heilmittel für viele Krankheiten genutzt und bei religiösen Riten eingesetzt.

Der Grund für den hohen Wert dieses Honigs ist der Effekt, den er erzeugt wenn man ihn einnimmt.

Ein Journalist der Vice erzählt, dass er zwei Löffel dieses Honigs gekostet hat- eine Dosis die ihm von den Angehörigen des Stammes empfohlen wurde: "Nach 15 Minuten wurde sein Körper inklusive Kopf und Rücken kalt. Das Gefühl der Kälte im Magen dauerte einige Stunden."

Den Journalisten haben die Männer des Stammes erzählt, dass eine höhere Dosis noch intensivere Effekte erzeugt. Im ersten Moment meint man, man müsse sich übergeben, dann folgt eine lange dunkle Phase, die sich mit einer hellen Phasen und mit totaler Bewegungslosigkeit abwechselt obwohl man gleichzeitig klar ist. Diese Symptome können tagelang anhalten und werden von einem interessanten Bienensummen in den Ohren begleitet. 

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Was bedeutsam ist, ist die Art und Weise wie der Honig gesammelt wird: Mauli Dhan Rai, der einzige Mann des Stammes der den Honig selbst sammelt, klettert über 300 Meter in die Höhe an Bambusseilen und komplett ungesichert.

Die Bienen, Apis dorsata laboriosa, sind mit die größten der Welt: Ein erwachsenes Exemplar kamm 3cm lang werden. Sie leben nur in einer Höhe zwischen 2500 und 300 Metern. Die Bienenstöcke, die sie bauen sind ebenso groß. Ein einziger Stock kann bis zu 60 Kilo Honig enthalten.

Mauli Dhan Rai nutzt große Kräutersträuße die er anzündet um die Bienen fern zu halten und ihren Honig zu sammeln. 

Seit er 16 Jahre alt ist riskiert der heute 58 jährige Mauli Dhan Rai täglich sein Leben um das Dorf mit Honig zu versorgen.

Auf dem Schwarzmarkt wird der Honig mit 60-80$ pro Kilo verkauft. Daher lohnt sich das Klettern. 

Die Honig produzieren je nach Jahreszeit unterschiedliche Arten von Honig: Im Frühling erzeugen die Toxine der Blumen von denen sie naschen einen psychotropen Honig von roter Farbe.

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"Wichtig ist, keine Angst zu zeigen" sagt Mauli Dhan Rai. Trotz seines Mutes ersparen ihm die Bienen nicht 20-40 Stiche.

Mauli Dhan Rai ist die einzige Person, die diese Aufgabe machen kann denn gemäß einer Tradition kann nur der, der während eines Traums von einem Waldgeist instruiert wurde, diese Aufgabe ausführen ohne zu sterben.

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Mauli Dhan Rai hat hunderte von Sammlungen überlebt: Trotz seines Alters ist in dem Dorf niemand bereit, seinen Posten zu übernehmen.

Die Menschen im Dorf sagen dass die jungen Männer heute andere Interessen haben und die, die geeignet wären gehen in die Städte um dort ihr Glück zu finden.

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Auch die Regierung von Nepal trägt zum Aussterben dieser Tradition bei. Sie begünstigt große Firmen, die den Honig auf nicht nachhaltige Weise sammeln.

So gefährlich es auch ist, die Methode vom Stamm der Kulung ist wenigstens nachhaltig und respektvoll den Bienen gegenüber.

Außerdem herrscht auch in Nepal das Bienensterben, das in immer mehr Gegenden der Welt herrscht. Und die Riesenbienen produzieren immer weniger Honig.

Die nachhaltige Sammlung des Honigs scheint es nicht mehr sehr lange zu geben...

Vielleicht hat euch diese Beschreibung nicht gereicht um zu verstehen wie schön und gleichzeitig gefährlich diese Tradition ist: Deshalb empfehlen wir euch, auf keinen Fall das "Behind the Scenes" der Doku von der National Geographic und von North Face zu kucken. 

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