Die Geschichte von Virginia Apgar, der Frau, die eine Methode erfand, die vielen Neugeborenen das Leben rettete - Curioctopus.de
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Die Geschichte von Virginia Apgar, der Frau, die eine Methode erfand, die vielen Neugeborenen das Leben rettete

Von Barbara
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Virginia Apgar ist eine sehr bekannte und bewunderte Frau in der Welt der modernen Kinderheilkunde. Alle Kinder, die auf die Welt kommen werden in gewisser Weise von ihren Augen begutachtet.

Sofort nach der Geburt werden sie einer Serie von Beobachtungen unterzogen die Teil dessen sind, was wir den APGAR Index nennen, ein System das genutzt wird um die Gesundheit des Neugeborenen auf eine Weise zu bestimmen, die nie zuvor angewendet wurde und die tausende Leben retten kann. 

Von der Chirurgie zur Anästhesie und dann zur Kinderheilkunde.

Virginia Apgar hat ihren Abschluss in Medizin 1933 gemacht, als sie 24 Jahre alt war. Zu der Zeit lag Amerika in der schlimmen Krise von '29, die Apgar dazu zwang, ihre Freunde und Familie um ein Darlehen zu bitten, damit sie weiter studieren könne.

Für die Spezialisierung hatte sie sich für die Chirurgie entschieden, aber der Professor wusste, dass die männliche Konkurrenz dazu geführt hätte, dass sie nie einen Job bekommen hätte und er drängte sie dazu, es mit der Anästhesie zu versuchen. 

Ein mühsamer Weg

image: nih.gov

Auch der Weg in die Anästhesie erwies sich als mühsam, denn dazu musste sie viel reisen und die verschiedenen Zentren des Landes hatten keine Unterkünfte für Frauen und es gab nur wenige Jobangebote.

1938 schaffte sie es trotzdem, diesen Weg abzuschließen und nach New York, genauer gesagt ans Columbia Presbyterian Hospital zurück zu kehren. Hier begann sie nicht nur wieder zu arbeiten, sie wurde auch zum Leiter der Abteilung für Anästhesie ernannt. 

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Ihr Wissensdurst und die Motivation, Patienten zu helfen, trieb sie dazu, sich noch weiter zu spezialisieren. So kam es, dass sie 1949 in die Kinderanästhesie ging. Zu der Zeit war die Sterblichkeit von Frauen während der Geburt noch hoch und Virginia wollte etwas tun. Sie wollte einerseits die richtige Menge an Anästhetikum während des Kaiserschnitts finden, und andererseits den Tod des Kindes verhindern.

Außer des Rückschlusses, dass die totale Anästhesie einen höhere Wahrscheinlichkeit für Atemprobleme beim Kind birgt, hat Doktor Apgar einen großen Beitrag für die kindliche Reanimation geleistet. Sie war davon überzeugt dass die Interventionstechniken die bis dahin genutzt worden waren schädlich waren. Sie erarbeitete daher ein Punktesystem für jede der Vitalfunktionen des Kindes, welches den Gesundheitszustand besser beschreibt und welches bei der Entscheidung hilft, ob ein Kind reanimiert werden müsse oder nicht.

Der Code wurde auf dem Kongress der International Anesthesia Research Society 1952 offiziell vorgestellt und im folgenden Jahr unter dem Namen "Newborn Scoring System" publiziert. Aber 1962 fand ein Arzt namens Joseph Butterfield einen Weg, dieses System mit dem Namen Apgar zu verbinden und erschuf das Acronym, das bis heute noch verwendet wird:

  • A: Appearance (Farbe)
  • P: Pulse (Herzfrequenz)
  • G: Grimace (Reflexe)
  • A: Activity (Muskeltonus)
  • R: Respirator Effort (Atemaktivität)

Dank der Einführung des Apgar-Index wurden tausende von Kindstoden verhindert. 

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