Er klettert jeden Tag zum Fenster des Krankenhauses, um in der Nähe seiner Mutter zu sein: Ein Künstler widmet ihm eine Zeichnung - Curioctopus.de
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Er klettert jeden Tag zum Fenster des Krankenhauses, um in der Nähe seiner Mutter zu sein: Ein Künstler widmet ihm eine Zeichnung

Von Silke Meyer
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Die Coronavirus-Epidemie wirkt sich leider auf den Frieden vieler Familien aus, die es mit etwas Glück und angstvoller Achtsamkeit schaffen, aus diesem Albtraum herauszukommen. Die Bedauernswertesten von ihnen sind jedoch gezwungen, mit dem Verlust geliebter Menschen fertig zu werden, manchmal sogar unerwartet. In Palästina, in Beit Awa, erkletterte ein junger Mann die Mauer des Krankenhauses, in dem seine Mutter lag, bis Fenster der Intensivstation. Die Patientin, eine 73-jährige Frau, litt bereits an Leukämie, als die Ärzte ihr sagten, sie sei auch Covid-19 positiv. Um alle Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten und um in einem so schmerzhaften Moment in der Nähe seiner Mutter zu sein, beobachtete der junge Jihad Al-Suwaiti sie von Weitem, direkt von ihrem Krankenhausfenster aus.

Der Coronavirus hat der positiv getesteten Frau leider keine Chance geglassen und ihr Sohn, ein junger Mann von nur 30 Jahren, muss nun den Tod seiner Mutter verarbeiten. Die beiden standen sich sehr nahe, besonders nachdem der Vater des Jungen vor 15 Jahren vorzeitig gestorben war. Die Hingabe und Zuneigung, mit der Jihad Al-Suwaiti trotz aller Schutzmaßnahmen vor Ansteckungsgefahren, die das absolute Verbot des Betretens des Krankenzimmers vorsahen, an der Seite seiner Mutter blieb, hat Millionen von Menschen bewegt.

Mohamad Safa, ein Menschenrechtsaktivist, wollte diesem jungen Mann und seiner Geschichte auf Twitter seinen persönlichen Tribut zollen, indem er eine bewegende Zeichnung veröffentlichte, in der der vor dem Fenster des Krankenhauses sitzende Junge dargestellt ist, während seine Mutter ihn von oben her lächelnd anschaut. Es ist schwierig, sich von einer solchen Geschichte nicht rühren zu lassen: Einen Elternteil zu verlieren und sich nicht einmal richtig verabschieden zu können, macht diese Erfahrung noch schlimmer.

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