Sind Erstgeborene schlauer als jüngere Geschwister? Eine Studie sagt ja - Curioctopus.de
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Sind Erstgeborene schlauer als jüngere Geschwister? Eine Studie sagt ja

22 Juli 2021 • Von Barbara
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Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Geburtsreihenfolge von Kindern und ihrer Intelligenz? Dies ist eine Frage, die schon oft die Aufmerksamkeit der Wissenschaft auf sich gezogen hat, zwischen realen Beweisen und Überzeugungen, die vielleicht nicht immer die Wahrheit widerspiegeln. Wenn Sie sich also schon immer gefragt haben, ob das älteste Geschwisterkind dasjenige mit den am weitesten entwickelten intellektuellen Fähigkeiten ist, und Sie vielleicht mit Ihren Familienmitgliedern darüber diskutiert haben, könnte die Lektüre der Studie, die wir gleich besprechen werden, eine Antwort liefern.

Peter Kristensen, ein Forscher an der Universität Oslo, beschloss, der Sache nachzugehen, um alle mit konkreten Daten und Antworten zu versorgen. Und was fand er heraus, nachdem er 250.000 norwegische Männer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren analysiert hatte? Dass es tatsächlich intellektuelle Unterschiede zwischen Erstgeborenen und anderen Kindern gibt. Und es ist alles eine Frage der Erziehung.

Der erste ist auch der intelligenteste: So könnte man die Erkenntnisse von Kristensen (übrigens ein Zweitgeborener) zusammenfassen, der die Gründe für diese Ergebnisse eingehend analysiert hat. Nachdem er die Intelligenz von etwa 250.000 Männern getestet hatte, fand er heraus, dass Erstgeborene einen durchschnittlichen IQ-Vorteil von 2,3 Punkten gegenüber ihren jüngeren Geschwistern hatten, die wiederum Drittgeborene um durchschnittlich 1,1 Punkte "schlugen".

Obwohl man denken könnte, dass dies alles mit Genetik und Geburtsreihenfolge zu tun hat, weist Kristensen darauf hin, dass dies nicht der Fall ist. Es geht um die elterliche Erziehung und Betreuung. Demnach haben Erstgeborene einen deutlichen Vorteil in Bezug auf die Fürsorge, Zeit und Energie, die ihre Mütter und Väter in ihre Erziehung stecken.

image: Pxhere

Als "Erster" aufgewachsen zu sein und vielleicht auf jüngere Brüder oder Schwestern aufgepasst zu haben, sind alles Faktoren, die im Laufe der Jahre die intellektuellen Fähigkeiten dieser Menschen beeinflussen würden. Es handelt sich also um eine Frage der Erziehung, die in den meisten Fällen erstgeborene Kinder betrifft, aber auch andere, die als Erstgeborene aufgewachsen sind, betreffen kann. Je größer die Familie, desto mehr vergrößert sich die IQ-Lücke, bis sie zwischen Erstgeborenen und anderen Geschwistern recht hohe Werte erreicht.

Noch interessanter wäre es an dieser Stelle, herauszufinden, ob dies auch für andere Kulturen als Norwegen gilt und ob es auch für Frauen zutrifft. Sicher ist indes, dass diese Zahlen nicht als Absolute genommen werden sollten: Wie bei allem gibt es immer Ausnahmen, eben jene, die vielleicht das Glück vieler Zweit- oder Drittgeborener ausmachen!

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