120.000 Jahre alte "Schneiderwerkstatt" in Marokko entdeckt: eine der ältesten je gefundenen - Curioctopus.de
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120.000 Jahre alte "Schneiderwerkstatt"…
Ein Arbeiter zeichnet eine krumme Linie auf die Straße, und das Unternehmen feuert ihn auf der Stelle: Die Tochter lässt die Haushälterin wie eine Diebin aussehen und er bestraft sie, indem er sie im Garten schlafen lässt

120.000 Jahre alte "Schneiderwerkstatt" in Marokko entdeckt: eine der ältesten je gefundenen

02 Oktober 2021 • Von Barbara
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Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wann bestimmte Bräuche und Gewohnheiten in der Geschichte der Menschheit entstanden sind? Einige von ihnen, wie z. B. das Bekleiden und Bedecken des Körpers, sind so selbstverständlich und tief verwurzelt, dass ihre Ursprünge in der Geschichte verloren gegangen sind.

Und doch kommen immer wieder Entdeckungen ans Licht, die uns aufgrund ihrer Bedeutung genauere und wertvollere Informationen über die Bräuche der Antike geben und uns angesichts ihrer Tragweite faszinieren. Die, von der wir Ihnen jetzt erzählen wollen, betrifft die Kleidung der prähistorischen Männer und Frauen. In einer Höhle in Afrika sind Forscher auf etwas, gelinde gesagt, Unglaubliches gestoßen: eine Umgebung, die man als eine antike "Schneiderei" bezeichnen könnte, eine der ältesten, die je bekannt wurde.

Wir sind in Marokko, in der Höhle von Contrebandiers, nicht weit von der Stadt Temara. Hier sind Archäologen auf die ihrer Meinung nach ältesten Belege für die Existenz von Kleidung in prähistorischer Zeit gestoßen.

Wir sprechen hier von einer Stätte, die 120.000 Jahre alt ist. Angesichts des weit zurückliegenden Alters hatten die Wissenschaftler sicher nicht erwartet, dort tatsächlich Reste von Kleidung und Verkleidungen zu finden. Aber der Ort wurde genutzt, um sie herzustellen. Es ist daher nicht falsch, sie als "Schneiderei" zu bezeichnen, denn im Inneren des Hohlraums wurden Dutzende von Knochenwerkzeugen gefunden, mit denen die damaligen Männer Felle und Häute bearbeiteten, um die geeignetsten Kleidungsstücke zur Verfügung zu haben, mit denen sie sich gegen Kälte und Unwetter schützen konnten.

 

Die Entdeckung wurde in der Zeitschrift iScience ausführlich beschrieben und ist auf die Arbeit der Experten des Max-Planck-Instituts für die Erforschung der Menschheitsgeschichte zurückzuführen, einer wichtigen akademischen Einrichtung in Deutschland. Allein der Gedanke, dass der Homo sapiens an dieser Stätte dank der in den Wänden gefundenen Werkzeuge Kleidung hergestellt und getragen hat, ist unglaublich faszinierend. Den Archäologen zufolge handelte es sich um feine Werkzeuge, die sorgfältig geschliffen und so konzipiert waren, dass sie ihre Aufgabe so effizient wie möglich erfüllten.

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Offensichtlich stammten die in dieser antiken "Schneiderei" hergestellten Kleidungsstücke von Tieren wie Füchsen, Schakalen, Wildkatzen oder Rindern: Die Zeichen in der Höhle sprechen für sich. Interessanterweise, so die Forscher, könnte prähistorische Kleidung in diesen Teilen Afrikas auch dann getragen worden sein, wenn das Klima damals nicht besonders kalt war. Höchstwahrscheinlich haben sich unsere Vorfahren also an das ständige und weit verbreitete Tragen von Kleidung angepasst, um sich zu bedecken.

Faszinierende Beweise, nicht wahr?

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