Die unterirdische Stadt, die 20.000 Menschen beherbergte hat ein außergewöhnliches Ventilationssystem - Curioctopus.de
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25 Lebensmittel, die so kurios aussehen dass man nicht aufhören kann, sie anzustarren Diese Zufälle sind so absurd, dass sie quasi unmöglich wirken

Die unterirdische Stadt, die 20.000 Menschen beherbergte hat ein außergewöhnliches Ventilationssystem

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Es passiert nicht jeden Tag, dass man renoviert, eine Wand abreisst und ein verstecktes Zimmer entdeckt, das in Wahrheit eine riesige unterirdische Stadt ist: Genauso wurde die antike türkische Stadt Derinkuyu in der faszinierenden Region Kapadokien entdeckt. In diesem Gebiet, welches Reich an menschlichen Siedlungen ist, gibt es viele unterirdische Städte. Darunter ist die Stadt Derinkuyu die tiefste. 

Die Stadt konnte 20.000 Menschen beherbergen. In ihrem Inneren gab es alles was man brauchte um für eine lange Zeit zu überleben.

Noch ist unklar, wieviele Stockwerke die Stadt Derinkuyu hat: Die Archäologen gehen von maximal 18 Stockwerken aus. Heute sind allerdings nur 5 zugänglich. Die Entdeckung der Stadt geht auf das Jahr 1963 zurück. Derinkuyu ist zwar nicht die größte unterirdische Stadt der Türkei, aber mit Sicherheit die Tiefste. Man schätzt, dass sie über hundert Meter unter den Erdboden reichte. 

Die Architektur der Stadt ist unglaublich: Ein Ventilationssystem ermöglichte die Bewohnbarkeit auch der untersten Stockwerke und ein Leitungssystem lieferte Trinkwasser.

Der Luftkreislauf funktionierte über tiefe Ventilationstunnel. Bis heute wurden 52 gefunden. Außerdem ermöglichte ein unterirdischer Fluss den Bewohnern, Trinkwasser für die verschiedensten Zwecke zu nutzen. Jedes Stockwerk hatte mehrere Küchen, Schlafzimmer, Bäder, Lager, Ställe und einen Bereich für religiöse Riten. Im Inneren von Derinkuyu gab es auch einen kleinen Friedhof. 

Aber warum gab es dieser unterirdischen Städte? Gemäß der Historiker ging die Notwendigkeit der Erbauung sicherer Städte auf viele Überfälle zurück, die sich in diesem Gebiet ereigneten. Hinzu kommen die klimatischen Gegebenheiten Kapadokiens. Der Untergrund war perfekt geeignet, um Lebensmittel zu konservieren, die an der Oberfläche verdorben wären. 

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Die Historiker sind sich nicht sicher, wann die ersten unterirdischen Städte in Kapadokien entdeckt wurden.

Die älteste Quelle, die von diesen Städten spricht ist das Werk des griechischen Geschichtsschreibers Senofonte, die auf das IV. Jahrhundert vor Christus zurück geht. In diesem Text zeigt sich der Autor erstaunt darüber, wie so viele Menschen es schaffen, in dieser unterirdischen Stadt zu überleben ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen.

Gemäß des türkischen Kultusministeriums waren es die Phrygier, ein anatolisches Volk, die um das VIII.-VII. Jahrhundert vor Christus als erste den Untergrund erschlossen. Derinkuyu und auch die anderen Städte wurden später durch die Christen erweitert, die die Höhlen als Zuflucht vor der Verfolgung durch die Araber nutzten. Historiker glauben dass die Höhlen bis ins Jahr 1923 genutzt wurden, das Jahr in dem man dem Massaker an den Christen ein Ende setzte.

Jedes Stockwerk ist vom anderen durch ein Tor getrennt, das von einem enormen Stein geschlossen werden konnte. Man glaubt dies diente dazu, um die Menschen daran zu hindern, sich in die untersten Stockwerke zurück zu ziehen, und um Eindringlinge abwehren zu können. 

Das was die Archäologen überrascht ist die Präsenz eines langen unterirdischen Ganges, der sich über Kilometer erstreckt und die nahe unterirdische Stadt Kaymakli erreicht.

Die Städte waren also untereinander verbunden. Das lässt an eine Kollaboration zwischen den verschiedenen Siedlungen denken.

Es ist einfach überraschend, was man in dieser wunderschönen türkischen Region entdecken kann. Kapadokien ist aus vielen Gründen eine Reise wert: Ein exzellentes Beispiel technologischer Effizienz in einer Ära, in der es technologisch gesehen wirklich wenig gab!

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