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Diese Menschen haben sich weiterentwickelt, um im Meer leben zu können: Eine Mutation verleiht ihnen außergewöhnliche Fähigkeiten

27 Dezember 2018 • Von Barbara
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Die meisten Menschen können den Atem unter Wasser nur für ein paar Sekunden anhalten. Einige wenige für ein paar Minuten. Doch es gibt ein Volk, das sich 13 Minuten lang in einer Tiefe von 60 Metern aufhalten kann.

Das sind die Bajau, bekannt als "Nomaden des Meeres", da sie keine Häuser an der Küste haben und auf Booten leben, die sich zwischen den Inseln der Philippinen, Malaysia und Indonesien bewegen.

Dieser Lebensstil ist so extrem, dass er ihre DNA verändert hat. 

Die außergewöhnlichen maritimen Fähigkeiten der Bajau sind seit Jahrhunderten bekannt, denn vor 500 Jahren beschrieb sie schon der venezianische Adlige Antonio Pigafetta, der persönliche Assistent von Magellan, der sie während seiner Expedition nach Südostasien bewunderte.

Die Nomaden des Meeres sind etwa eine Million Menschen, die in Booten oder auf schwimmenden Plattformen im Meer von Sulawesi leben: So gewinnen sie Nahrung - ihre Ernährung ist ausschließlich maritim - und die natürlichen Elemente, die sie im Kunsthandwerk verwenden.

Dieser Lebensstil in engem Kontakt mit dem Meer hat sie im Laufe der Jahrhunderte dazu gebracht, die Technik des Freitauchens zu perfektionieren.

Von klein auf lernen die Bajau schwimmen und tauchen, um die Fische und andere Meeresprodukte zu bekommen, mit denen sie handeln. Sie können 6 bis 10 Stunden am Tag im Wasser verbringen, und sind dabei die meiste Zeit unter Wasser.Tatsächlich zwingt sie die Reduzierung der verfügbaren Fische, länger in der Apnoe zu bleiben, um die gleiche Menge an Nahrung zu erhalten.

Eine Studie des Zentrums für Geogenetik an der Universität Kopenhagen hat gezeigt, wie dieser eigentümliche Lebensstil nicht nur die Gewohnheiten der Bajauer, sondern auch ihre DNA beeinflusst hat. Die in Cell veröffentlichten Forschungsergebnisse haben in der Tat eine wichtige genetische Mutation aufgezeigt.

 

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Die Mutation betrifft die Milz, deren durchschnittliche Größe 50% größer ist als die einer anderen Person. Eine größere Milz erleichtert das Freitauchen: Tatsächlich aktiviert der Körper beim Tauchen automatisch den so genannten Tauchreflex. Die Herzfrequenz verlangsamt sich, die Blutgefäße schrumpfen und die Milz zieht sich zusammen und spart Energie bei niedrigem Sauerstoffgehalt.

Die Entdeckung könnte jedoch dazu beitragen, die akute Hypoxie, den schnellen Sauerstoffverlust, der in Notaufnahmen oft tödlich verläuft, besser zu verstehen und zu behandeln.

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