Mittelalterliche "Bettkästen": die kuriose Tradition, die moderne Designer mit Interesse verfolgen - Curioctopus.de
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Mittelalterliche "Bettkästen": die…
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Mittelalterliche "Bettkästen": die kuriose Tradition, die moderne Designer mit Interesse verfolgen

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Die Zukunft der Innenarchitektur blickt in die Vergangenheit. Neue Trends in der Innenarchitektur nehmen zunehmend die Formen der mittelalterlichen Tradition an, ein Inspirationsmodell für Designer, die bereit sind, neue Methoden zu entwickeln, um die Möbel unseres Hauses in effiziente Funktionsräume zu verwandeln.

So ist es kein Zufall, dass der bretonisch inspirierte "Bettkasten", im Französischen auch "lit clos" genannt, wieder in Mode kommt.

Der "Bettkasten" ist in jeder Hinsicht ein Hochbett, das vollständig von Holzwänden umschlossen ist. Diese voll dekorierte Kabine ist mit einer Matratze und einem Kissen ausgestattet, eine ideale Lösung für einen perfekten Schlaf. In der Regel hat der Bettkasten auch eine Öffnung auf einer der beiden Seiten, die durch einen Vorhang oder eine Schiebetür abgedeckt ist.

Wenn die Betten angehoben werden, hat der "Bettkasten" in der Regel eine Plattform an der Basis, die es den Personen, die ihn benutzen wollen, ermöglicht, einzusteigen und dann in der Holzkabine ein Nickerchen zu machen.

Der Bettkasten stammt aus der mittelalterlichen Bretagne in Nordfrankreich und expandierte dann schnell in andere Teile Europas, wie Holland, Schottland, Österreich und die skandinavische Halbinsel. In Zeiten, in denen die Armut in bescheidenen Familien mehr als häufig war, war der Bettkasten die perfekte Lösung, um einen Raum der Privatsphäre zu schaffen, weil man sich innerhalb desselben Hauses die wenigen Zimmer teilte, die zum Schlafen zur Verfügung standen.

 

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In vielen niederländischen Beispielen enthielten die Bettkästen bis zu zwei Erwachsene. Die Schubladen unter dem Bettboden konnten ebenfalls geöffnet und genutzt werden, um auch die kleinsten Schwellen zum Schlafen zu bringen und so einen Gemeinschaftsraum für alle Familienmitglieder in der gleichen Kastenstruktur zu schaffen.

 

Im 20. Jahrhundert, mit dem Aufkommen von Heizsystemen, gerieten Bettkästen in Vergessenheit, aber mit dem Aufkommen neuerer Innenarchitekturformeln scheint die bretonische Tradition wieder in Mode zu kommen.

 

Dank des "lit clos"-Konzepts, das die französischen Designer Ernan und Ronan Bourullec Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wieder in Mode brachten, sind Bettkästen auf der skandinavischen Halbinsel und in verschiedenen Teilen Europas wieder aufgetaucht und haben ein echtes Vintage-Phänomen der Vergangenheit ausgelöst. 

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Ob die Antwort auf die Bedürfnisse der Organisation unserer privaten Räume, die zunehmend in die winzigen Stadtwohnungen gequetscht werden, darin besteht, ein Auge für die glorreiche Vergangenheit zu haben?

Tags: KuriosGeschichte
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