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Die Geschichte von Marion Pritchard, der Heldin, die 150 jüdische Kinder gerettet hat, indem sie sie als ihre eigenen Kinder ausgab

Von Barbara
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Die Shoah (hebräische "Katastrophe") stellt die dunkelste Periode des zwanzigsten Jahrhunderts dar. Sechs Millionen Juden verloren ihr Leben, nur weil sie einer anderen ethnischen Gruppe angehörten als derjenigen, die als die reinste galt. Die Zeit zwischen 1933 und 1945 war voll von dramatischen Geschichten.

Doch gerade aus diesem Grund ist es auch der Moment in der Geschichte, in dem es möglich ist, unglaubliche heroische Figuren zu finden. Wie Marion van Binsbergen, die 150 Kinder vor dem Tod bewahrte. Mal sehen, was ihre Geschichte war und warum diese Frau in den kommenden Jahren eine unauslöschliche Spur hinterlassen hat.

Marion wurde 1920 in Amsterdam geboren und wuchs in einer Familie und einer Stadt der sozialen Integration auf. Sie studierte zum Beispiel in einer Schule, in der der Anteil der Juden sehr hoch war. Als Nazi-Deutschland im Mai 1940 die Niederlande besetzte, änderte sich das leider: Adolf Hitler verhängte auch in diesem Land Rassengesetze.

Für die junge Marion war das Leben nicht mehr dasselbe. Eines Abends im Jahr 1941, als sie mit einigen Freunden unterwegs war, wurde die Frau von den Deutschen wegen Verletzung der Ausgangssperre verhaftet. Die Situation wurde komplizierter, als die Nazis feststellten, dass die verhafteten Jungen die Übersetzer einiger Informationen der BBC waren. Marion erklärte sich für sachfremd, aber sie war trotzdem 7 Monate inhaftiert.

Aber das traumatischste Ereignis stand noch bevor. Im Frühjahr 1942 erlebte Marion einen Überfall der Bundeswehr in einem Waisenhaus. Die Frau war schockiert über die Gewalt, mit der die Nazis jüdische Kinder in die Wagen luden, die sie in die Konzentrationslager bringen sollten. Die Kinder wurden an den Haaren genommen, misshandelt, geschoben oder buchstäblich auf die Wagen geworfen.

Von diesem Moment an entschied Marion, dass sie alles in ihrer Macht Stehende tun würde, um die Verfolgten zu retten. Sie begann mit dem niederländischen Widerstand zusammenzuarbeiten, indem sie denjenigen, die das Land verlassen wollten, gefälschtes Essen, Kleidung und Dokumente brachte. Vor allem aber rettete sie mehr als 150 Kinder, indem sie sie als ihre eigenen Kinder ausgab.

Marions größte Hilfe kam der Familie von Fred Polak zuteil, einem niederländischen Forscher und Philosophen. Marion half Polak und seinen drei Kindern, sich bei Freunden in Huizen (bei Amsterdam) zu verstecken. 1944 wurde das Haus von einem niederländischen Mitarbeiter inspiziert. Der Mann brach in das Haus ein, fand aber niemanden. Der Mitarbeiter beschloss jedoch, nach einer halben Stunde zurückzukehren, sicher, dass er auf diese Weise die verborgenen Juden überraschen würde.

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Genauso war es auch. Der Mann kam zurück und entdeckte die Familie Polak. Es gab wenig zu tun, der Mann und seine drei Kinder wurden abgeschoben. Marion wich jedoch nicht zurück: Sie nahm eine Waffe und erschoss den Kollaborateur.

Nach Beendigung des Konflikts arbeitete die Frau bei den Vereinten Nationen für Hilfe und Rehabilitation in den Vertriebenenlagern in Deutschland. Hier traf sie Anton Pritchard, den Leiter eines der Lager, in denen sie arbeitete. 1947 zogen die beiden nach New York, wo Marion den jüdischen Flüchtlingsfamilien half.

1981 erhielt die Frau die Ehre des "Gerechten unter den Nationen", die höchste Auszeichnung für Nichtjuden, die unter Lebensgefahr gehandelt haben, um die von den Nazis Verfolgten zu retten. Eine berührende und exemplarische Geschichte. Wieder einmal zeigen Figuren wie Marion's, dass man auch in den dunkelsten Zeiten heroisch sein kann.

image: Facebook
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