Die Dürre bringt eine Gruppe alter Dolmen ans Licht: Es könnten das "spanische Stonehenge" sein - Curioctopus.de
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Die Dürre bringt eine Gruppe alter Dolmen ans Licht: Es könnten das "spanische Stonehenge" sein

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Jeder kennt die berühmte englische archäologische Stätte Stonehenge. Der zwischen 3100 und 1600 v. Chr. errichtete megalithische "Steinkreis" ist ein Ort voller Charme und Geheimnis. Auch heute noch jagen sich Hypothesen und Legenden über ihren Ursprung gegenseitig nach, was dieses neolithische Werk noch interessanter macht.

Nun, dank der Hitzewelle, die Europa im Sommer 2019 heimsuchte, konnte Spanien nun auch "sein" Stonehenge haben. Mal sehen, worum es hier geht und wie es möglich war, diese Funde aus der Vergangenheit wieder zu sehen.

via: RTVE

Wir befinden uns in Extremadura, einer spanischen Region, in der die Hitze im Sommer wirklich spürbar ist. Es handelt sich in der Tat um ein Gebiet, das sich im Zentrum und im Süden des Landes, an der Grenze zu Portugal, befindet und keine Ausgänge zum Meer hat. Auch aus diesem Grund ist es nicht ungewöhnlich, dass hier extreme Temperaturen und Dürren auftreten. Genauso wie diejenigen, die das Reservoir von Valdecanas in der Provinz Caceres betroffen haben.

Hier sind die Wasserstände langsam gesunken, bis sie an einigen Stellen vollständig verdampft sind. Und gerade wegen dieses Phänomens, das mit der großen Hitze zusammenhängt, ist ein Teil der spanischen und Weltgeschichte ans Licht gekommen: eine Gruppe von über 100 Steinen, von denen viele vor Ort nur gehört hatten.

 

Die Steine sind in der Tat seit über einem halben Jahrhundert mit Wasser bedeckt und könnten mit dem Eintreffen der regenreicheren Perioden wieder "verschwinden". Auf dem Höhepunkt der Entwicklung der 1960er Jahre beschloss der Tiefbau, einen künstlichen See dort einzubauen, wo sich die Dolmen de Guadalperal befindet - wie es Historiker formal nennen -, ohne sich um die Erhaltung einer Stätte von enormem historischen Wert zu sorgen.

 

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Experten zufolge stammt das Denkmal aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. und wurde dort wegen seiner Nähe zu den Ufern des Tejo errichtet. Es ist wohl eine kollektive Grabstätte gewesen, mit einer ovalen Kammer von 5 Metern Durchmesser und einer Zugangstreppe von 21 Metern, mit verschiedenen Skulpturen. Die Auswirkungen der Zeit waren spürbar, ebenso wie ein Mangel an Erhaltung der Kultstätte. Die Hoffnung der Einheimischen und Archäologen ist es nun, die Gruppe der Steine in ein Gebiet zu bringen, in dem sie unbedeckt und sichtbar bleiben können.

Schließlich hören die Bewohner der Region seit Jahrzehnten von Eltern und Großeltern von einem "Schatz", der unter dem Wasser des Sees verborgen ist. Jetzt ist er in all seiner Majestät sichtbar, und ihn wieder verschwinden zu lassen, wäre ein großer Fehler. Sicherlich gibt es im Vergleich zu den 1960er Jahren ein größeres Bewusstsein für die Bedeutung der Erhaltung der Geschichte, und das sollte helfen.

 

Die Hoffnung ist, dass die Dolmen von Guadalperal von den Behörden ernst genommen werden können, und ein "neues Leben" erhalten. Nur so können Spanien und die ganze Welt die Möglichkeit haben, ein weiteres grundlegendes Zeugnis unserer Herkunft zu studieren und zu bewundern.

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