Die Chatelaine: das Objekt, das die Frauen des Hauses im 19. Jahrhundert um die Taille hängend zu tragen pflegten - Curioctopus.de
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Die Chatelaine: das Objekt, das die Frauen des Hauses im 19. Jahrhundert um die Taille hängend zu tragen pflegten

Von Barbara
11.029
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Unter den Frauen des 19. Jahrhunderts gab es einen weit verbreiteten Gebrauch eines Gegenstandes, dessen Nützlichkeit heute nicht zu erahnen ist. Hausbesitzer oder Haushälterinnen, im Falle von Adelsfamilien, pflegten das zum Leben zu erwecken, was auf den ersten Blick wie ein Juwel erscheinen mag: eine Brosche mit vielen Ketten, die mit verschiedenen Gegenständen oder Etuis mit Gegenständen bestückt war. Es war eine Chatelaine, eine Art kleines Schweizer Frauenmesser, mit dem die Frauen alles, was sie tagsüber am häufigsten benutzten, griffbereit halten konnten.

Der Begriff Chatelaine leitet sich aus dem französischen Wort für die Frau des Besitzers eines Schlosses ab, d.h. das Haus des Besitzers, weshalb dieser Gegenstand auch so genannt wird, weil er oft von der Gastgeberin oder Haushälterin getragen wurde.

Dieses Accessoire ermöglichte es, alles griffbereit zu haben, was die Frau des Hauses tagsüber am häufigsten benutzte oder was sie sorgfältig aufbewahren musste, um es nicht zu verlieren: Schere, Nadel und Faden, gerollte Blätter für Notizen, die im Handumdrehen geschrieben werden sollten, ein Fläschchen Parfüm, Spiegel, Taschenmesser, Streichhölzer oder Salze, um die häufige Ohnmacht zu lösen - oft fiktiv oder durch das zu enge Korsett verursacht.

Die Frauen, die dieses Accessoire besaßen, standen an der Spitze der Haushierarchie: Wenn es die Frau des Hausbesitzers war, die es trug, war sie es, die die Dienstmädchen beherrschte und die den Betrieb des Hauses in Schach hielt. In einigen Fällen wurde die Chatelaine jedoch von dem Dienstmädchen getragen, das die Familie als Oberhaupt aller anderen Dienstmädchen wählte.

Gleichzeitig mit der Größe, in der die Frauen in den 1800er Jahren lebten, war es ein Objekt, das Macht vermittelte: An den Ketten waren oft auch Schlüssel zu Schränken oder Räumen befestigt, zu denen nur wenige Menschen Zugang hatten - und das bedeutete oft, dass man von geheimen Fakten erfuhr, von denen nur wenige andere wussten, und ihre Geheimhaltung bewahrte.

 

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Das Gürtelgehänge war also nicht nur ein Schönheitsaccessoire, obwohl es im Laufe der Zeit zu einem solchen geworden ist: Geschickte Handwerker fertigten Gürtelgehänge mit extravaganten und ungewöhnlichen Formen an, wie dieses in Form eines Tintenfischs.

Eine Mode von damals, die, wie so oft, viel über die Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit aussagt!

 

 

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