Der Preis der Fakenews: 300 Menschen sterben beim Trinken eines Methanol-Likörs, um vom Coronavirus "geheilt" zu werden

von Barbara

29 März 2020

Der Preis der Fakenews: 300 Menschen sterben beim Trinken eines Methanol-Likörs, um vom Coronavirus "geheilt" zu werden
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Soziale Netzwerke können ein zweischneidiges Schwert sein, wenn es um die Erstellung von Informationen geht. Wenn man sie zu ihrem besten ausnutzt, können sie die richtigen und teilbaren Botschaften vermitteln, aber da es der gesunde Menschenverstand des Einzelnen ist, wenn man eine Nachricht oder ein Bild veröffentlicht, wird es sehr schwierig zu bestimmen, ob man mit der Wahrheit oder einer einfachen gefälschten Nachricht konfrontiert wird. Im Iran haben viele Menschen einen hohen Preis für gefälschte Nachrichten bezahlt: Etwa 300 Menschen sind gestorben, nachdem sie einen Likör auf Methanolbasis - eine alkoholähnliche, extrem giftige Substanz - in dem Glauben aufgenommen hatten, dass er das Coronavirus "heilt". Weitere 1.000 Menschen wurden betrunken, nachdem sie das gleiche schädliche "Heilmittel" ausprobiert hatten.

via Time of Israel

Pxfuel

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Die Nachricht verbreitete sich in den sozialen Medien, dass Liköre auf Methanolbasis in der Lage seien, innere Organe zu desinfizieren und die Menschen vor Covid-19 zu schützen. Natürlich war es eine gefälschte Nachricht, denn Methanol ist eine hochgiftige Substanz: 10 ml Methanol können eine Person erblinden lassen, abgesehen davon, dass seine Einnahme irreversible Schäden an Organen und Gehirn verursacht. Der Kauf von Alkohol ist im Iran nicht einmal erlaubt, aber gerade wegen dieses Verbots gibt es eine Reihe von Menschen, die versuchen, ihn illegal zu kaufen oder ihn zu Hause herzustellen.

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Wikimedia

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Der Iran ist nicht immun gegen das Coronavirus, und hier, wie auch in anderen Ländern der Welt, beginnen Ansteckungen und Todesfälle gefährlich zu steigen. Kein Wunder, dass es in der Bevölkerung Spitzenwerte der Massenhysterie gibt. Wir wissen in der Tat wenig darüber, wie die Regierung die Situation handhabt, denn das Regime blockiert die Verbreitung von Nachrichten sowohl nach außen als auch nach innen: Es gibt auch Befürchtungen, dass das Regime über das Ausmaß der Epidemie im Land lügt und zumindest in den ersten Tagen der Ansteckung viel geringere Zahlen als die tatsächlichen Zahlen meldet.

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