Älterer Mann ruft 24.000 Mal das Callcenter seiner Telefongesellschaft an und wird verhaftet

von Barbara

13 September 2022

Älterer Mann ruft 24.000 Mal das Callcenter seiner Telefongesellschaft an und wird verhaftet
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Eine alte, unter Händlern weit verbreitete Ermahnung lautet: "Der Kunde hat immer Recht". Oftmals wird dies jedoch von Letzteren ausgenutzt, manchmal sogar ohne dass sie es beabsichtigen. So erging es wahrscheinlich Akitoshi Okamoto, einem 71-jährigen Japaner, der sich 24.000 Mal beim Callcenter seiner Telefongesellschaft beschwerte.

Mehr als zwei Jahre lang (genauer gesagt 30 Monate) verbrachte der Rentner jeden Tag mehrere Minuten seiner Zeit damit, den Kundendienst seiner Telefongesellschaft KDDI anzurufen und um Erklärungen zu seinem Vertrag zu bitten. Er beschwerte sich darüber, dass er mit seinem Smartphone kein Radio hören konnte, eine Funktion, die für ihn sehr praktisch gewesen wäre. Seine Beharrlichkeit führte jedoch nicht zu einer Lösung des Problems, sondern kam ihn teuer zu stehen.

via Independent

Pexels - Not the actual photo

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Die Betreiber fanden die Forderung des älteren Mannes nach Gerechtigkeit zunächst sehr amüsant. Auf Dauer kann aber auch eine sympathische Situation ermüdend wirken. Und genau das ist auch geschehen. In den ersten Monaten wurde daher nichts unternommen, und man ließ den Herrn klagen. Mit der Zeit wurden die Anrufe jedoch immer hartnäckiger und waren sogar mit Beleidigungen gegenüber den Anrufern gespickt.

Als die Betreiber merkten, dass sie, um einen einzigen Anrufer zu hören, andere Kunden vernachlässigten, beschlossen sie, die Polizei einzuschalten. Den Beamten gelang es schnell, die Adresse des älteren Mannes herauszufinden, und sie suchten ihn auf, um ihn zu verhaften. Tatsächlich wurde Akitoshi Okamoto wegen betrügerischer Behinderung der Geschäftstätigkeit angeklagt.

Seine ständigen Anrufe und Beschwerden hinderten das Callcenter daran, seine Arbeit vollständig und ungehindert zu erledigen. Was die Anrufer angeblich noch mehr verärgert und veranlasst hat, war die Forderung, dass ein Vertreter des Unternehmens zu ihm kommt, um sich für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. Außerdem legte er manchmal, wenn er anrief, sofort auf, nachdem er die Leitung übernommen hatte.

 

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An dem Tag, an dem die Polizei zu dem Mann nach Hause kam, fragte sie ihn, warum er so beharrlich bei seiner Telefongesellschaft angerufen hatte. Seine Antwort würde jeden verblüffen. Akitoshi soll sich vor den Beamten entschuldigt und behauptet haben, er habe nicht gewusst, dass er so viele Anrufe getätigt habe.

Haben die Betreiber zu diesem Zeitpunkt das Richtige getan oder hätten sie anders handeln können?

 

 

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