Bacha Bazi: Kinder müssen sich als Frau verkleiden und werden missbraucht und das Land sieht weg - Curioctopus.de
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Bacha Bazi: Kinder müssen sich als Frau verkleiden und werden missbraucht und das Land sieht weg

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Bacha Bazi bedeutet auf afghanisch "Kind zum Spielen" und ist ein Begriff der eine gewisse Sexualpraktik bezeichnet, die Kinder und Jugendliche einbezieht. Wie es häufig geschieht wenn es um solche Phänomene geht, ist das was wütend und fassungslos macht die Bürokratie, die dem Land erlaubt, diese abscheuliche Praxis gleichzeitig zu verurteilen und auf der anderen Seite zu bewahren. In Afghanistan wird Homosexualität schwerst verurteilt, sowohl von der Regierung als auch von den Bürgern. Pädophilie bzw. das Interesse an kleinen Jungen wird jedoch anders gesehen. Die Opfer dieser Praxis werden zum Schweigen gezwungen denn ansonsten würden sie der Homosexualität angeklagt. 

Die Kinder sind eine Art Unterhaltung für erwachsene Männer.

In der Vergangenheit war Pädophilie eine normale Sache und eine elitäre Praxis. Man muss nur an das antike Griechenland oder Rom denken. Aber auch in jüngerer Zeit gibt es solches Denken. In Afghanistan hat sie sich seit 1800 verbreitet und erst 1990 wurde sie zeitweise durch den Druck der Taliban, die zu der Zeit das Land regierten, verboten. Aber die Praxis ist wieder zurück gekehrt und wird seit 2001 als die Taliban schwächer wurden wieder regelmäßig veranstaltet. 

Die Kinder, die beim Bacha Bazi mitmachen müssen, sind im Pubertätsalter. Die Spiele sehen vor dass auf der einen Seite erwachsene Männer sind, häufig Militärs, Politiker und reiche Leute, die ihre Macht dadurch ausdrücken, indem sie unschuldigen Kindern Befehle geben. Das Bacha Bazi ist ein Ritual, dessen letztes Ziel der Sexualakt ist: Während der Feste werden die Jungen dazu gezwungen, in Frauenverkleidung und Schminke für die Zuschauer zu tanzen. 

Die Bacha Bazi werden von ihren Familien geraubt. Manchmal werden sie auch von ihren eigenen Eltern verkauft.

Alle Bacha Bazi kommen aus benachteiligten Familien: Daher kommt es dass ein Raub auf wenig Gegenwehr stößt und schnell vergessen wird. Manchmal sind es jedoch auch die eigenen Eltern, die ihre eigenen Söhne verkaufen da sie sich nicht um sie kümmern können bzw. an ihnen verdienen möchten. 

Die Jungs werden geraubt bevor sie 18 Jahre alt sind. Sie werden verlassen und ihr Schicksal ist dramatisch. Die Regierung bietet keine Art der Unterstützung für die Opfer dieser Praxis, auch wenn diese zahlreich sind. Auf der anderen Seite haben die Jungen keine Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen, da sie ansonsten der Homosexualität beschuldigt würden und damit ein noch schlimmeres Schicksal herauf beschwören würden. Wenn sie Glück haben, können sie eine Arbeit finden. Aber in den meisten Fällen sind die Narben der physischen und psychologischen Gewalt zu tief um ein normales Leben zu führen. Sie sind zu einem unglücklichen Schicksal verurteilt und manche Bacha Bazi werden ihrerseits selbst zu Kinderschändern. Andere verschreiben sich voll und ganz der Prostitution. 

Das Problem hat ein internationales Echo ausgelöst, aber das stellt kein Hinderniß für diese Gewalt dar. 

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Die Autoritäten kündigen an, dass sie die Gesetze überarbeiten werden, um diese Praxis zu verurteilen.

Die Befürchtung ist jedoch, dass auch kein Gesetz das Sexualspiel beenden kann. Diese These wird durch die jüngsten Gesetze gegen Gewalt gegen Frauen gestützt, das seit Kurzem in Kraft ist. Häufig werden die Männer nach einer Anzeige nicht verfolgt. Im Gegensatz sind es die Frauen, die für andere Straftaten bestraft werden.

Ein Teufelskreis dessen Ausweg schwer zu finden scheint. 

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Tags: KinderDossier
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