Thunfisch könnte ein seltenes Nahrungsmittel werden: unser Verlangen nach Sushi gefährdet sein Überleben

von Barbara

16 Februar 2020

Thunfisch könnte ein seltenes Nahrungsmittel werden: unser Verlangen nach Sushi gefährdet sein Überleben
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Unsere grenzenlose Leidenschaft für Sushi und vor allem für Thunfisch - in Form von Scheiben, Dosen oder Nigiri verzehrt - rottet diese Tierart buchstäblich aus. Jedes Jahr werden Millionen von Tonnen Fisch getötet und zurückgeworfen: ein Preis, den wir für unser Vergnügen zu zahlen haben, der unerträglich wird. Thunfisch könnte zu einem seltenen Nahrungsmittel werden, das nur spärlich gegessen werden sollte, wenn nicht die richtigen Maßnahmen zum Schutz dieser Art getroffen werden und ihre Wiederbesiedlung in den Meeren ermöglicht wird.

via Sea Around Us

Pixabay

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Die internationale Forschung unter der Leitung des Instituts für Ozeane und Fischerei der Universität von Britisch-Columbia, die mit Hilfe der BLOOM Association in Paris, des Marine Affairs Programme der Dalhousie University (Kanada) und der School of Biological Sciences der University of Western Australia durchgeführt wurde, hat die verheerenden Auswirkungen des Thunfischfangs ins Rampenlicht gerückt. Die Forscher, koordiniert von Dr. Angie Coulter, wollten so viele Daten wie möglich über den Thunfischfang sammeln, um zu sehen, ob er noch nachhaltig ist. Die Ergebnisse machten den Ernst der Lage deutlich.

 

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Leider lassen die Daten keinen Raum für Phantasie: In den letzten 60 Jahren ist der Thunfischfang um 1.000% auf fast 6 Millionen Tonnen Thunfisch pro Jahr gestiegen. Die am meisten gefährdeten Thunfischarten sind der Flossenthunfisch (Thunnus albacares) und der gestreifte Thunfisch (Katsuwonus pelamis), die mit insgesamt (von den beiden Arten zusammen) etwa 4 Millionen Tonnen pro Jahr am meisten gefischt werden. Der Rote Thunfisch (Thunnus thynnus) wird dagegen für die Zubereitung von Sushi bevorzugt und wird, nachdem er vom Aussterben bedroht ist, weiterhin gefangen, allerdings in geringerem Umfang als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

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