Die Freiburger Methode: Die "revolutionäre" Anästhesie die sich als Albtraum für Gebärerinnen zu Beginn des Jahrhunderts erwiesen hat - Curioctopus.de
x
By using this site, you are agreeing to our use of cookies to improve your experience. To learn more Ok
x
Die Freiburger Methode: Die "revolutionäre"…
Er hat 25 Jahre lang eine SCHARFE Granate als Nussknacker benutzt! Hier der größte Glückspilz der Welt! 18 originelle Erfindungen für Kinder, die eigentlich für Erwachsene kreiert wurden

Die Freiburger Methode: Die "revolutionäre" Anästhesie die sich als Albtraum für Gebärerinnen zu Beginn des Jahrhunderts erwiesen hat

2.571
Advertisement

Die schmerzfreie Geburt ist ein Traum für alle Frauen, die sich gerne nur an die schönen Momente dieser wichtigen Zeit im Leben einer Frau erinnern möchten. In der Vergangenheit wusste man bereits, dass die Lösung eine Anästhäsie sein könnte, aber die Substanz die man benutzte war idiotisch. Im 19. Jahrhunderts nutzte man das Chlorophorm aber die nötige Dosis für einen anästhetischen Effekt überstieg das, was potentiell einen Herzstillstand bedingen könnte. Deshalb wurde diese Methode aufgegeben. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts nutzte man die Freiburger Methode. Das war eine Technik, die als revolutionär galt und schließlich aufgrund ihrer schrecklichen Folgen auf die Mütter und ihre Föten abgeschafft wurde. Hier erfahrt ihr mehr... 

Eine der ersten Frauen, die sich der Freiburger Methode unterzogen war Charlotte Camody.

Die Frau kam aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland um schmerzfrei gebären zu können. Sie wurde in einer Freiburger Klinik aufgenommen. Gegen die ersten Schmerzen gab man ihr einige Medikamente. Charlotte gab später an, dass sie sich von da ab an nichts erinner kann. Sie erwachte verwirrt und mit einem merkwürdigen Gefühl. Sie fühlte sich leicht und schaffte es ohne Probleme, sich im Bett aufzusetzen. Bevor sie verstand, was passiert ist, kam eine Krankenschwester mit ihrem Sohn herein, zumindest dies wurde ihr erklärt.

Im Bild: Ein Mädchen, das nach der Freiburger Methode geboren wurde. 

Die Freiburger Methode bestand in einer Gabe einer Mischung aus Morphium und Scopolamin, die die Frau in einen Zustand des Wachschlafes versetzte.

In der Mitte zwischen Bewusstsein und Ohnmacht erinnerte sich die Frau zum Schluss nicht mehr an die Geburt und ebensowenig an die Schmerzen.

Doch bevor man die schädlichen Auswirkungen dieser Methode entdeckte wurde diese Methode in der Wissenschaft noch stärker befördert. Viele waren der Meinung, dass eine neue Ära eingeleitet worden wäre und dass diese Methode keine schädlichen Effekte nach sich ziehen würde.

Charlotte Camody wurde von einer amerikanischen Vereinigung interviewt die darum kämpfte, diese Methode auch in Amerika anzuwenden.

Im Bild: Ein Mädchen das nach der Freiburger Methode geboren wurde.

Advertisement

Die Wahrheit ist leider eine andere

Die Komplikationen betrafen das emotionale Erleben: Die Mutter erlebt die Geburt nicht bewusst und erkennt das Kind nicht als ihr eigenes an. In den schlimmsten Fällen entwickelt sie eine schwere Depression und die Mutter nimmt das Kind nicht an.

Der andere negative Aspekt bezieht sich auf das Baby. Die Medikamente brachten das zentrale Nervensystem in einen Zustand der Depression und verlangsamte die Hirnfunktionen. Das Kind war gefährdet, eine geistige Behinderung und Atembeschwerden zu entwickeln,

Im Bild: Das Bett auf die die Patientinnen behandelt wurden.

Das Hauptproblem war, dass die Methode nicht den Schmerz eliminierte, sondern nur die Erinnerung.

Das bedeutet dass die Frauen den intensiven Schmerz spürten, ihn aber dank der Medikamente nicht erinnerten. Die Ärzte assistierten diesen schrecklichen Szenen mit Frauen die vollkommen von Sinnen waren. Man erzählt dass eine Klinik fast geschlossen worden wäre weil sich die Nachbarn über das schreckliche Geschrei der gebärdenden Mütter beschwerten.

In einigen Fällen verschwand die Erinnerung nicht gänzlich und der erlittene Schmerz wurde zum Albtraum der in einem Zustand erhöhten Bewusstsein wahrgenommen wurde.

Im Bild: Das erste Mädchen, das in Amerika unter der Freiburger Methode geboren wurde.

Die Freiburger Methode wurde vom Doktor Carl Gauss 1903 entwickelt.

1931 hat der italienische Arzt Mario Dogliotti die epidurale Anästhäsie vorgestellt, die die vorangehende Technik ersetzte. Auch der erste Weltkrieg trug dazu bei, dass die Technik langsam verschwand.

Im Bild: Eine Gebärende, die auf die Medikamente wartet.

Advertisement

Die epidurale Anästhesie ist heute die effizienteste und ungefährlichste Technik. Trotz der niedrigen Wahrscheinlichkeit von Komplikationen wird sie aufgrund der hohen Kosten nicht von vielen Krankenhäusern genutzt.

Im Bild: Eine Patientin die bereit für die Geburt ist (Man beachte die Jacke ähnlich einer Zwangsjacke). 

Advertisement

Schreibe einen Kommentar!

Advertisement
Advertisement

Hat dir die Geschichte gefallen?

Klick auf "Gefällt mir" und verpasse nichts mehr.

×

Ich bin schon euer Fan.