Ein frühgeborenes Lamm überlebte dank eines künstlichen Mutterleibes: In 3 Jahren wird es diesen auch für menschliche Feten geben - Curioctopus.de
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Ein frühgeborenes Lamm überlebte dank eines künstlichen Mutterleibes: In 3 Jahren wird es diesen auch für menschliche Feten geben

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Unter den Hauptursachen für Kindestod steht die vorzeitige Geburt. Kinder die vor dem 6. Monat zur Welt kommen haben sehr geringe Aussichten zu überleben und ein hohes Risiko für Fehlbildungen am Gehirn- und Atmungsapparat. Wenn man einen künstlichen Mutterleib hätte, der das Wachstum des Kindes für weitere Wochen sicher stellen könnte, könnte man die Sterblichkeit der Frühgeborenen auf ein Minimum beschränken. Genau das ist einer Forschergruppe gelungen- vorerst nur mit Lämmern. In wenigen Jahren könnte man allerdings ein funktionierendes Pendant für Menschen entwickeln. Es könnte lebensrettend für tausende Kinder sein. 

Ein künstlicher Mutterleib in dem der Fötus einige Wochen reifen kann, kann über Leben und Tod entscheiden.

Der Mutterleib ist wie ein Sack außerhalb des Uterus der eine Lösung aus Elektrolyten enthält, die wie die amniotische Flüssigkeit zusammen gesetzt ist. Dadurch können sich die Organe weiter entwickeln.

Um einen Prototypen zu konstruieren, haben die Forscher den Sack an etwa 100 Tage alten Lämmern getestet. Das entspricht der 24. Schwangerschaftswoche bei Menschen. Die Resultate sind erfolgversprechend: Der künstliche Mutterleib funktioniert. Zumindest bei Lämmern.

Nach nur 4 Wochen im Sack hatten die Lämmer ein voll ausgebildetes Gehirn und Lungen, die Organe die normalerweise durch eine Frühgeburt am stärksten beschädigt werden. Auf ihrem Körper hat sich Wolle gebildet, sie haben sich bewegt und die Augen geöffnet. Einer der Forscher bestätigt den Gesundheitszustand der Lämmer: "Alles befindet sich im normalen Bereich".

Zur gleichen Zeit wollen die Forscher vor allzu großem Enthusiasmus warnen. Die Studie hat zum Ziel, einen künstlichen Mutterleib zu entwickeln aber noch ist man davon weit entfernt. Der Erfolg in Bezug auf die Lämmer ist sehr wichtig, aber die größere Herausforderung muss noch bestanden werden. Einen Sack ähnlich dem menschlichen Mutterleib zu bilden ist sehr kompliziert und in der Vergangenheit sind bereits andere Studien gescheitert.

Wenn alles gut läuft, könnte dieses Instrument in 3 oder 5 Jahren zur Verfügung stehen.

Der Mutterleib ist lebensrettend und könnte tausende von Leben beeinflussen. Trotzdem hat alles einen etwas absurden, fast schon science-fiction-mässigen Anstrich. Wie steht ihr zu dieser Art von Forschung? Denkt ihr dass es ethischen Werten entspricht, in die Natur so weit einzugreifen?

Hier ein Video, das euch mehr zu diesem Projekt erzählt. 

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