Innovatives Gerät reduziert Parkinson-Zittern auf sofortige, sichere und nicht-invasive Weise

von Barbara

03 Januar 2020

Innovatives Gerät reduziert Parkinson-Zittern auf sofortige, sichere und nicht-invasive Weise
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Parkison ist eine chronisch degenerative Krankheit, für die es derzeit keine Heilung gibt. Eine der Auswirkungen ist das Auftreten von unkontrolliertem Tremor, der auch lähmend werden kann und die Lebensqualität der Betroffenen weiter beeinträchtigt.

Wissenschaftler entwickeln Techniken, die den Patienten helfen können, besser mit der Krankheit umzugehen, und eine der innovativsten und effektivsten kommt aus den Labors der italienischen Universität L'Aquila. Es wird MrgFus genannt und lindert das Zittern sofort auf sichere und nicht invasive Weise.

via medicalnewstoday.com

RSNA/Università dell’Aquila

RSNA/Università dell’Aquila

MrgFus heißt das Gerät, das die Lebensqualität von Parkinson-Patienten erheblich verbessert. Das Akronym steht für Magnetresonanz geführte fokussierte Ultraschallbehandlung und basiert auf der Anwendung von Ultraschall zur Behandlung eines Teils des Gehirns, der eng mit dem Parkinson-Tremor zusammenhängt.

Der Teil des Gehirns, auf den die Maschine einwirkt, ist der Thalamus, der in beiden Hemisphären vorhanden ist und der eine echte Ablation durchläuft: am Ende der Behandlung ist der Thalamus praktisch gehemmt. Die Technik ist vergleichbar mit der bereits bekannten Technik der Tiefenhirnstimulation, aber im Gegensatz zu dieser sind die Verbesserungen sofort wirksam, haben ein minimales Risiko und erfordern einen viel kürzeren Krankenhausaufenthalt. Das Verfahren eignet sich auch für empfindliche Patienten, die andere Behandlungen nicht vertragen.

 

 

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pixabay

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Die Ergebnisse wurden auf der Konferenz der Radiological Society of North America vorgestellt. Die Experten der italienischen Universität zeigten das Experiment, das an 39 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 64,5 Jahren durchgeführt wurde, alle mit behinderndem Tremor im Durchschnitt seit 10 Jahren und ohne jegliche Verbesserung mit anderen bekannten Techniken. Nun, nach der Thalamusablation zeigten 95% der Patienten, also 37 von 39, eine deutliche und sofortige Reduktion des Tremors, auch in der Beobachtungszeit nach der Studie.

Leider ist es immer noch eine Technik, die in der Welt nicht sehr verbreitet ist, da es nur wenige Behandlungszentren gibt, die diese Möglichkeit bieten - die erste Maschine wurde in Italien in Betrieb genommen. Nun hofft man, dass die Präsentation bei einem so wichtigen Treffen wie der North American Radiological Society zu seiner Verbreitung beitragen wird, zum Wohle der vielen Parkinson-Patienten.

 

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