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Durch das Schmelzen des Eises ist in Kanada nach 40.000 Jahren ein Landstreifen ans Licht gekommen

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Kanada ist ein riesiges Land, das sich von der Grenze zu den Vereinigten Staaten bis zur Berührung der Gebiete des Polarkreises im Norden erstreckt. Hier haben die Forscher noch einmal vor dem Klimawandel gewarnt.

Der arktische Teil Kanadas durchläuft das heißeste Jahrhundert der letzten 115.000 Jahre und dies hat unter anderem dazu geführt, dass einige Teile des Bodens, die seit mindestens 40.000 Jahren gefroren sind, aus dem Eis wieder auftauchten.

Das Schmelzen des Eises verändert die Landschaft Nordkanadas grundlegend und bringt zum ersten Mal seit zehntausenden von Jahren wieder Landstreifen ans Licht.

Auf Baffin Island haben Forscher Pflanzenarten gefunden, die Gletscher schon lange im Winterschlaf gehalten haben: Die Kohlenstoffdatierung von Pflanzen - Farne und Flechten - hat es ihnen ermöglicht, ihr Alter zu bestimmen, das 40.000 Jahren entspricht, wenn nicht sogar mehr.

Verursacht wird dies durch den Klimawandel, der in der Arktis aggressiver ist als im Rest der Welt: "Die Arktis erwärmt sich derzeit 2/3 mal schneller als die Welt und deshalb reagieren die Gletscher schneller", sagt Simon Pendleton, Hauptautor der in Nature Communications veröffentlichten Studie.

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Frühere Beobachtungen haben gezeigt, dass in diesen Gebieten wachsende Pflanzenarten in der Regel durch schmelzendes Sommereis oder eisige Winterwinde eliminiert werden: So können sich die Forscher noch mehr darauf verlassen, dass die untersuchten Pflanzen vor nicht weniger als 40.000 Jahren entstanden sind.

Im Gegensatz zu biologischen Arten haben Gletscher keine Anpassungsmöglichkeiten: Sie schmelzen bei steigenden Temperaturen, und widersetzen sich, wenn die Temperatur unter einer bestimmten Schwelle bleibt. Angesichts des aktuellen Gesundheitszustandes unseres Planeten ist es nicht schwer vorstellbar, dass viele Gletscher bald nicht mehr da sein werden. 

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Tags: NaturAmbiente
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