In der Schweiz ist geplant, die Fahrtzeit von Zuhause in die Arbeit für Beamte in die Arbeitszeit einzubeziehen - Curioctopus.de
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In der Schweiz ist geplant, die Fahrtzeit von Zuhause in die Arbeit für Beamte in die Arbeitszeit einzubeziehen

10 Januar 2020 • Von Barbara
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Für viele Menschen kann der tägliche Weg zur Arbeit zu einer echten Herausforderung werden. Der Verkehr, die Unannehmlichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die großen Entfernungen und verschiedene unvorhergesehene Ereignisse machen die Heim- und Rückreise fast noch anstrengender als die Arbeit selbst.

Die Reisezeit birgt das Risiko, dass die zu erledigenden Aufgaben Stunden in Anspruch nehmen, wobei unvermeidliche Verzögerungen aufgeholt werden müssen. In der Schweiz verspricht jedoch eine von den großen Gewerkschaften stark geforderte Maßnahme, die die Beamten betrifft, dies zu revolutionieren. Um die Arbeit flexibler zu gestalten und die Nutzung nicht-privater Verkehrsmittel zu fördern, hat die Regierung Ad-hoc-Regelungen ausgearbeitet.

Die Mitarbeitenden von Schweizer öffentlichen Ämtern werden die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz als tatsächliche Arbeitszeit zählen können. Richtig: Ab dem 1. Januar 2020 können alle Pendler, die bei staatlichen Unternehmen beschäftigt sind, sofern sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen, in Bahn oder Bus arbeiten, um die Aufgaben und den Alltag der Menschen zu erleichtern. Auf diese Weise können die Arbeitnehmer praktisch schon vor dem Stempeln der Zeitkarte mit der Arbeit beginnen.

Die Regelung ist nicht automatisch und betrifft nicht alle Beamten. Jeder einzelne Amtsleiter kann es je nach den Bedürfnissen der Mitarbeiter autorisieren oder nicht. In der Schweiz beträgt die durchschnittliche Zeit für den Weg zur Arbeit und zurück etwa 62 Minuten pro Tag. Arbeiten in dieser Zeit bedeutet weniger Arbeit und weniger Zeit im Büro.
 

 

image: Pixabay

Es versteht sich von selbst, dass die Kontrolle der Arbeit von Mitarbeitern unterwegs keineswegs einfach ist und setzt ein hohes Maß an Vertrauen zwischen Mitarbeitern und Chefs voraus, wie Jens O. Meissner, Professor für Organisationsdesign, erläutert.

Die Schweiz glaubt jedoch viel an diese Regelung, gerade im Namen der notwendigen Flexibilisierung der Zeitpläne, was in erster Linie von Anand Jagtap, Leiter Human Resources in den öffentlichen Ämtern der Schweiz, stark unterstützt wird. Wer weiss, ob dieses Angebot in der Schweiz nicht auch in anderen Ländern Europas und der Welt nachgebildet werden kann. Vielleicht könnte es für viele Menschen den Stress und die täglichen Unannehmlichkeiten reduzieren und sie dazu ermutigen, sich auf eine nachhaltigere Art und Weise zu bewegen.
 

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