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8. März 1979: Eine Fotoreportage zeugt vom letzten Tag ohne den Schleier der Frauen im Iran

Von Barbara
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Der 8. März 1979 war ein wichtiger Tag für die iranischen Frauen: 100.000 Frauen gingen auf die Straße, um friedlich gegen ein ungerechtes Gesetz zu protestieren, das sie gezwungen hätte, den Hidschab, den islamischen Schleier, außerhalb ihrer Häuser zu tragen. Hengameh Golestan, eine iranische Fotografin und Pionierin auf ihrem Gebiet, bezeugte diesen Tag des Protests, der zufällig einen Tag vor den Feierlichkeiten zum Frauentag eintraf. Dank ihrer unglaublichen Fotos kennen wir, zumindest teilweise, die Geschichte jenes Tages, an dem Tausende von Frauen zum letzten Mal das Haus ohne Schleier verlassen konnten.

Zwischen 1978 und 1979 fand im Iran die so genannte Islamische Revolution statt, die zum Sturz des monarchischen Regimes von Schah Mohammed Reza Pahlavi und zum Machtantritt von Ayatollah Khomeyni führte. Eine historische Passage, in der die Islamische Republik geboren wurde und in der ein auf dem Koran basierendes politisches und soziales System errichtet wurde. Zu den verschiedenen Folgen gehörten neben der Ablehnung der westlichen Kultur auch die ersten Einschränkungen für Frauen. Eine davon betraf gerade ihre Kleidung: Ab 8. März 1979 waren alle Frauen verpflichtet, den Schleier ausserhalb des Hauses zu tragen.

 

 

 

Doch vor diesem Moment hatten iranische Frauen sich noch nie in ihrer Kleidung einschränken müssen, und der Iran schien, zumindest unter diesem Gesichtspunkt, ein ziemlich freies Land zu sein. Seitdem sind die Restriktionen gegen Frauen immer strenger geworden, und das islamische Recht ist gegenüber denjenigen, die gegen die Regeln verstoßen, ziemlich intolerant. Im Falle einer Übertretung können die Folgen für eine Frau heutzutage sehr schwerwiegend sein.

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Das fotografische Werk von Hengameh Golestan zeugt von der "Revolution" der Frauen, die sich dem neuen Regime nicht unterwerfen wollten. Leider wurde ihr friedlicher Protest in Blut erstickt, und seitdem wurde die persönliche Freiheit jeder Frau im Iran stark eingeschränkt. Die meisten der Fotos aus den 60er und 70er Jahren, auf denen Frauen mit normaler Kleiderordnung abgebildet waren, die jedoch vom derzeitigen Regime als transgressiv betrachtet werden, wurden verbrannt.

Golestans Fotografien wurden nie von iranischen Zeitungen veröffentlicht, die sich weigerten, sie zu kaufen. Seit diesem Tag sind diese wichtigen Fotos in den Medien auf der ganzen Welt sporadisch in Erscheinung getreten und zeugen von dem traurigen Tag, der heute als "der letzte Tag ohne den Schleier der Frauen im Iran" in Erinnerung bleibt.

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