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70-jähriger Blinder kann dank einer künstlichen Netzhaut der Supertechnologie wieder Licht sehen

02 November 2021 • Von Barbara
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Von der Dunkelheit ins Licht: So könnte man ohne Übertreibung zusammenfassen, was einem 70-jährigen Mann in Italien, einem Augenpatienten im Policlinico Gemelli in Rom, nach einer ebenso heiklen wie innovativen Operation widerfuhr.

Der blinde Mann litt an einer akuten Form von Retinitis pigmentosa, die ihn allmählich erblinden ließ. Dank der Operation, über die wir gleich sprechen werden, und der Geschicklichkeit des Ärzteteams, das ihm geholfen hat, kann er nun wieder das Licht sehen und hat mit der implantierten supertechnologischen Prothese Geschichte geschrieben.


"Eine Konzentration von Hochtechnologie auf wenigen Millimetern", so beschreibt das italienische Krankenhaus die künstliche Netzhaut NR600, die dem 70-jährigen Patienten erfolgreich implantiert wurde. Der Mann, der sich inzwischen mit seiner Blindheit abgefunden hatte, hätte nie gedacht, dass er dank einer nur zweistündigen Operation nach dem Aufwachen aus der Narkose wieder das Licht sehen würde.

Eine kurze Operation, die jedoch nicht unerheblich war. Im Gegenteil: Das Ärzteteam von Professor Stanislao Rizzo musste bei der Implantation äußerst vorsichtig sein. Dies ist das erste Mal, dass ein solches Gerät in Italien eingesetzt wurde, und das sechste weltweit. Die künstliche Netzhaut NR600 wurde von einem israelischen Start-up-Unternehmen namens Nano Retina entwickelt, und bisher haben Tests in der ganzen Welt zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.

Es handelt sich um ein wahres Juwel der Medizintechnik mit einem Durchmesser von nur 5 Millimetern und einer Dicke von 1 Millimeter (etwa so groß wie eine Bleistiftspitze), das unter der Oberfläche der Netzhaut liegt und dank der speziellen Elektroden, mit denen es ausgestattet ist, den Platz der Fotorezeptoren einnimmt. Um sie zu "aktivieren" und damit mit dem Gehirn kommunizieren zu können, muss der Patient eine spezielle Brille tragen und anschließend einen Rehabilitationsprozess durchlaufen, an dessen Ende er sein Sehvermögen wiedererlangen wird, auch wenn er - wie das Krankenhaus angibt - nur verpixelt und in schwarz-weiß sehen wird.

 

 

Von völliger Dunkelheit zu einem Ergebnis wie diesem ist es jedoch nicht schwer zu erkennen, wie groß der Unterschied ist. Obwohl das wiederhergestellte Sehvermögen künstlich ist und nicht dem normalen Sehvermögen entspricht, wird der Patient in der Lage sein, besser mit anderen Menschen zu interagieren und eine gewisse Unabhängigkeit wiederzuerlangen, da er in der Lage ist, Licht, Schatten, Bewegungen und Gegenstände zu erkennen - ein großer Fortschritt gegenüber der früheren Blindheit.

Wenn wir innovative Beispiele der Medizintechnik wie dieses sehen, können wir nur zuversichtlich sein, dass solche Innovationen von Zeit zu Zeit tatsächlich den realen und praktischen Bedürfnissen so vieler leidender Menschen dienen werden.

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