Forschungen legen nahe, dass die Oberfläche des Merkurs mit einer exorbitanten Menge an Diamanten bedeckt ist

Barbara

30 März 2022

Forschungen legen nahe, dass die Oberfläche des Merkurs mit einer exorbitanten Menge an Diamanten bedeckt ist
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Das Universum und alles, was mit der außerirdischen Umwelt zu tun hat, bleibt ein Rätsel. Die Erforschung dessen, was jenseits unseres Planeten liegt, hört nicht auf, und jede neue Entdeckung versetzt uns immer wieder in Erstaunen. Trotz modernster Instrumente gibt es in unserem eigenen Sonnensystem noch viel zu erforschen. Wir kennen die Anzahl der Planeten und ihre Eigenschaften, ihre Entfernung voneinander und von der Sonne, ihre Größe und Oberfläche: Dank der Astrophysiker und ihrer Studien wissen wir vieles, aber nicht alles.

Ein Wissenschaftler hat zum Beispiel entdeckt, dass die Oberfläche des Merkurs tonnenweise Diamanten enthält.

via Science Time

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NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington/Wikimedia commons

Kevin Cannon, Planetenforscher an der Colorado School of Mines, stellte seine Forschungsergebnisse auf der Lunar and Planetary Science Conference in Texas vor: Seinen Studien zufolge haben herabfallende Meteoriten auf der Merkuroberfläche unzählige Diamanten erzeugt.

Die Oberfläche des fraglichen Planeten besteht aus Graphit, einer kristallinen Form von Kohlenstoff. Meteoriteneinschläge in den letzten Milliarden Jahren hätten etwa ein Drittel der Merkurkruste umgewandelt und 16-mal mehr Diamanten als auf der Erde erzeugt.

Das Phänomen ist auf Druck und sehr hohe Temperaturen zurückzuführen, die zusammen bewirken, dass sich Graphit in Diamanten verwandelt. Cannon erklärte, dass "Druck Diamanten erzeugt", und um seine Theorie zu beweisen, bediente er sich der Simulation: Der Wissenschaftler entwarf Computermodelle, um praktisch alle möglichen Meteoriteneinschläge über viereinhalb Milliarden Jahre auf der Oberfläche des Merkurs zu reproduzieren.

Die Ergebnisse zeigten, dass dreihundert Meter Graphit ausreichen würden, um 16 Quadrillionen Tonnen Diamanten zu fördern.

 

Pixabay-Not the actual photo

Laut Cannon könnte der anschließende Meteoriteneinschlag einige Diamanten zerstört haben, allerdings nur in geringen Mengen: Der Spaltpunkt von Diamanten liegt nämlich bei fast 4.000 Grad Celsius.

Der Wissenschaftler schließt seine Studie mit einer Erklärung dafür, warum Messenger, die NASA-Raumsonde, bei der Kartierung des Merkurs zwischen 2008 und 2015 keine Edelsteine entdeckt hat: Der Grund dafür liegt darin, dass Diamanten eine schwache Spektralsignatur haben, die im Infraroten nicht erkannt werden kann.

Man geht davon aus, dass die für 2025 geplante BepiColombo-Mission in der Lage sein wird, das Vorhandensein der Steine auf dem gesamten Planeten Merkur genauer zu bestimmen.

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