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Das Gen, das es den Bakterien ermöglicht, Antibiotika zu widerstehen hat sich in der ganzen Welt verbreitet. Jetzt wissen wir woher es kommt

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Der Einsatz von Antibiotika in der Zootechnik ist eine alte Geschichte. Die ersten Experimente mit Antibiotika an Tiere haben in den 40er Jahren stattgefunden in den vereinigten Staaten. Wenn man heute davon spricht ist es jedoch, weil man allmählich beginnt, die Konsequenzen zu sehen. Die Resistenz der Menschen gegen Antibiotika ist Realität und obwohl wichtige Entdeckungen zu diesem Thema gemacht werden, gibt es immernoch nicht den Schatten einer Lösung für das was als "der größte Feind der modernen Medizin" definiert wurde.

Die Fähigkeit, dem letzten effizienten Antibiotikum zu widerstehen hat sich in einer Schweinezucht in China entwickelt und sich danach in Rekordtempo überall auf der Welt verbreitet.

image: NIAID/Flickr

Vor einiger Zeit gab es die Nachricht, dass in China wieder damit angefangen wurde, Cholistin einzusetzen, ein Antibiotikum dessen Einsatz aufgrund von starken Nebenwirkungen eingestellt worden war. Trotz dessen handelt es sich um das einzige Antibiotikum, das in der Lage ist, auch einige Bakterieninfektionen zu heilen, die den Menschen befallen können.

Eine andere kürzlich erschienene Nachricht war es, dass ein Gen, das MRC-1, entdeckt wurde, welches es den Bakterien ermöglicht, dem Cholistin zu widerstehen. Jetzt kam heraus, dass dieses Gen die Krankenhäuser auf der ganzen Welt erreicht hat. Außerdem ist es den Experten des University College von London gelungen, den Ursprungsort all dessen zu ermitteln.

Die Fähigkeit der Cholitin-Resistenz hat sich 2005 in einer Schweineindustrie in China entwickelt, weil die dortigen Tiere einer Cholsitin-Therapie unterzogen wurden. In der Zootechnik werden den Tieren in den Intensivaufzuchtstationen Antibiotika nicht zum Zweck der Heilung verabreicht, sondern zur Prävention. Die hohe Anzahl an Tieren auf engstem Raum, die Promiskuität und die Unmöglichkeit, jedes Tier einzeln zu behandeln, haben dazu geführt dass man die Antibiotika breit gestreut verabreicht. Mit dramatischen Konsequenzen auch für den Menschen: Die Antibiotikaresistenz.

Der ausschweifende EInsatz von Antibiotika hat dazu geführt, dass die Bakterien Abwehrmechanismen entwickelt haben, die das Medikament in kürzester Zeit unwirksam machen.

Das was die Überraschung der Wissenschaftler erregt hat war die Geschwindigkeit, mit der das Gen die ganze Welt ergriffen hat: Weniger als zehn Jahre. Für die Wissenschaftler ist es von fundamentaler Wichtigkeit festzustellen, dass diese Resistenzgene den Charakter einer Epidemie haben. "Jetzt wo wir die Art der Verbreitung des MRC-1 Gens kennen, können wir uns besser auf die nächste Entwicklung eines antimikrobiotischen Gens vorbereiten", sagen die Forscher.

Während die Krankenhäuser damit weitermachen, gegen die antibiotkaresistenten Bakterien zu kämpfen und das Cholistin nur als "letzte Rettung" zu verabreichen, prophezeien die Wissenschaftler keine Verbesserung für die Zukunft, wenn der Einsatz von Antibiotika in den Tierbetrieben nicht reglementiert wird. "Angesichts der Tatsache, dass es keine andere Kategorie von Antibiotika in den Kellern gibt, ist es unsere einzige Hoffnung, die aktuelle Krise der öffentlichen Gesundheit zu vermeiden und die Verwaltung der existierenden Antibiotika zu verbessern", sagt Francois Balloux vom College University of London, der Chef der Studie.

Quellen:

http://www.ucl.ac.uk/news/news-articles/0318/260318-antibiotic-resistance-gene

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