Geburtshilfe um 1700: Hier das kuriose Instrument mit denen man die Geburtshilfe lehrte - Curioctopus.de
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Geburtshilfe um 1700: Hier das kuriose…
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Geburtshilfe um 1700: Hier das kuriose Instrument mit denen man die Geburtshilfe lehrte

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Hier kann man von einer Wiederentdeckung sprechen: Es geschah in Bologna in der Abteilung des Insituts für Rechtsmedizin des Alma Mater, einer der ältesten Universitäten Europas. Hier haben der Professor für Medizingeschichte Stefano Arieti und die Professorin für Rechtsmedizin Susi Pelotti ein bizarres Instrument wieder entdeckt, das jahrelang versteckt in einer Kiste lag. Sobald man es an das SMA gebracht hatte, das museale System der Universität, haben die Techniker das Mysterium enthüllt. Es handelt sich um eine "Geburtsmaschine" aus dem 18. Jahrhundert, das den weiblichen Unterleib nachstellt und mit zwei Puppen der Größe eines neun Monate alten Fötus ausgestattet ist. 

Die Studien

Die technische Koordinatorin des SMA, Annalisa Managlia, präsentiert auf dem Bild das merkwürdige Gerät, das immernoch studiert wird. "Wir wollen verstehen aus welchem Material es besteht und wann es Einzug in die universitären Instrumente gehalten hat" sagt die Wissenschaftlerin.

Das Gerät hat wahrscheinlich zur Schule der gynäkologischen Wissenschaften Giovanni Antonio Galli gehört, die im Museum des Palazzo Poggi liegt wo zufällig noch eine andere Geburtsmaschine steht. 

Die Puppen

Die beiden Modelle eines Fötus sollen den zukünftigen Ärzten und Hebammen besser erklären, wie eine Geburt funktioniert und sie dienen dazu, die besten Manöver zu erlernen wie man der Gebärenden helfen kann. Beide Puppen haben eine Nabelschnur und eine Plazenta und auf einer von ihnen sieht man die Gehirnfontanelle.

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Die Geschichte

Dieses Geburtsmodell ist kein Enzelfall. Im Museum für Medizingeschichte "Flaubert" in Rouen in Frankreich gibt es zwei ganz ähnliche Maschinen von der Französin Angélique Du Coudray, einer der ersten Frauen der Geschichte die einen Abschluss in Chirurgier erlangt haben. Sie wurde 1715 geboren und wurde nach dem Studium am Collège di Chirurgia di Paris Madame Du Coudray zur Expertin für Geburtstechniken. Ein Wissen, das sie in einem Buch weitergab das später sehr bekannt wurde "Abrégé de l'Art des Accouchements". Eine Welt, die zu der Zeit noch sehr ländlich war und in der wenige lesen konnten. Aus diesem Grund, und auf Befehl des Königs Ludwigs XV, zogen Madame du Coudray und ihre Assistenten über das Land um die Bevölkerung über die Geburtstechniken aufzuklären. Damals wurde die Geburtsmaschine erfunden und gebaut. Ein tragbares Modell mit einer Sichthöhe auf Höhe des Uterus, das die Erklärungen vereinfachen sollte. 

Die Zukunft

Das Modell das in Bologna gefunden wurde wird in Florenz restauriert und dann im Herbst an seinen endgültigen Standort transportiert. Das wird der Saal für Geburtshilfe im Museum del Palazzo Poggi sein. Parallel dazu wurde Kontakt mit den Gelehrten des Museums "Flaubert" in Rouen aufgenommen, um das Wissen über dieses Geburtsmodell zu vertiefen.

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