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30 Tage lang Junkfood essen als Experiment:…
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30 Tage lang Junkfood essen als Experiment: die Folgen für das Gehirn

23 November 2021 • Von Barbara
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Dass Junkfood schlecht für Sie ist, ist allgemein bekannt. Es ist kein Zufall, dass es als "Junk Food" bezeichnet wird. Welche Lebensmittel fallen in die Kategorie "Junk Food"? Sicherlich industrielle Lebensmittel, die verarbeitet werden, Snacks, Fast Food, verpackte und tiefgekühlte Produkte. Diese Lebensmittel sind kalorienreich, aber nährstoffarm. Die Kalorien, die wir mit diesen Lebensmitteln zu uns nehmen, sind keine gesunden Kalorien, sondern stammen größtenteils aus Zucker und tierischen Fetten: Der Verzehr großer Mengen industrieller Lebensmittel ist schlecht für unsere körperliche Gesundheit, aber nicht nur. Ein Experiment zeigt, dass der Verzehr von zu viel Junk Food auch unser Gehirn beeinträchtigt.

via: BBC

Was passiert mit unserem Körper, wenn wir über einen längeren Zeitraum Junkfood essen? Diese Frage stellte sich der britische Arzt Chris van Tulleken. Anstatt Experimente mit anderen Menschen durchzuführen, beschloss er jedoch, die Folgen einer ungesunden Ernährung an sich selbst zu testen. Der Arzt unterzog sich diesem Experiment für 30 Tage. Er beschloss, seine Ernährung wie folgt aufzuteilen: 80 % seiner Ernährung bestand aus Junkfood, die restlichen 20 % aus gesunden Lebensmitteln. Was hat er nach diesen 30 Tagen festgestellt?

Zunächst machten sich körperliche Veränderungen bemerkbar: Nach ein paar Tagen bemerkte Chris zunehmenden Hunger - ähnlich wie bei einem Nahrungsentzug -, Verstopfung, Schlafmangel und sehr langsame Reflexe. Der Arzt sagte: "Ich fühlte mich zehn Jahre älter, aber mir war nicht klar, dass das an der Ernährung lag, bis ich mit der Diät aufhörte." In vier Wochen nahm sein Gewicht um 6,5 kg zu. Der Arzt führte auch umfangreiche Tests durch, die ergaben, dass sein Fettmasseindex um 2 % gestiegen war, während Blutuntersuchungen ein Ungleichgewicht seiner Hungerhormone ergaben.

 

image: flickr

Die wichtigsten Auswirkungen waren jedoch im Gehirn zu beobachten. Der Arzt führte eine MRT-Untersuchung durch, bei der sich herausstellte, dass Chris' Gehirn Verbindungen zwischen Bereichen des Gehirns hergestellt hatte, die zuvor nicht miteinander verbunden waren. Nach der 30-tägigen Hungerkur wurde eine Verbindung zwischen dem Bereich des Gehirns, der den Belohnungsmechanismus steuert, und dem Bereich, der das sich wiederholende Verhalten steuert, das fast automatisch abläuft, hergestellt. Chris' Gehirn fing an, nach Essen zu verlangen, obwohl er es körperlich nicht brauchte, nur um befriedigt und belohnt zu werden. Diese Veränderungen im Gehirn sind nicht dauerhaft, aber sie gaben Anlass zu einer Überlegung: Wenn nur 30 Tage ungesunde Ernährung diese Folgen im Gehirn eines erwachsenen Mannes haben können, was kann dann falsche Ernährung über Jahre hinweg in einem sich entwickelnden jungen Gehirn bewirken?

 

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